FIRMENGEBET BEI DAIMLER – WIE ALLES BEGANN

Home / FIRMENGEBET BEI DAIMLER – WIE ALLES BEGANN

AUF DEN SPUREN GOTTLIEB DAIMLERS

Das erste vierrädrige Automobil der Welt

Wir schreiben das Jahr 1886. Eine neue Erfindung wird die Welt verändern. Erstmalig präsentiert der im beschaulichen Schorndorf geborene Gottlieb Daimler einen fahrenden Wagen ohne Pferde –  seine „Motorkutsche“ mit dem von ihm erfundenen schnelllaufenden Benzinmotor. Dieser Motorwagen gilt als das erste vierrädrige Automobil der Welt. Mit Carl Benz, der zeitgleich einen dreirädrigen Motorwagen konstruierte, gelten Daimler und Benz als die Pioniere des Automobilbaus am Ende des 19. Jahrhunderts.

Gottlieb Daimler

Gottlieb Daimler, 1834 - 1900

Bibelvers zur Konfirmation

„Bleibe bei dem, was du gelernt hast und was dir anvertraut ist.“

2. Tim. 3, 14

Gottlieb Daimler wuchs in einem pietistisch geprägten Elternhaus in Schorndorf auf. Im Frühjahr 1848 wurde er in der Schorndorfer Stadtkirche konfirmiert. Als Konfirmationsspruch wurde ihm der Bibelvers aus 2. Tim. 3, 14 mitgegeben.1 Im Vers 16 heißt es dort weiter: „Denn die Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt.“

Spannungsfeld zwischen Pietismus und liberaler Theologie

Dass „die Schrift von Gott eingegeben“ ist, wurde zur Zeit des jungen Daimlers von liberalen Theologen vehement bekämpft. Allen voran war es David Friedrich Strauß, der 1835 mit seinem Buch „Das Leben Jesu“ die Entmythologisierung der Bibel und der Heilsgeschichte propagierte. Dieses zweibändige Werk mit über 1.400 Seiten wirkte in ganz Europa „wie ein schreckliches Erdbeben“ und wurde von Kritikern als „das meist verdorbene Buch“ bezeichnet, „das die Hölle jemals aus ihrem Rachen spuckte“.2

Während es innerhalb der Kirche und an den Universitäten zur Zeit des jungen Daimlers als schick und wissenschaftlich galt, die göttliche Herkunft der Bibel in Frage zu stellen, prägte in Schorndorf der Pietismus das bürgerliche und kirchliche Leben.3 Der damalige Schorndorfer Spezialsuperindendent (heute Dekan) Friedrich August Baur, vermerkte in seinen Visitationsberichten: „Der Pietismus ist nach Umfang und Einfluss von Bedeutung, er ist für die bürgerliche und kirchliche Gemeinde eine entscheidende Kraft“. Auch der junge Daimler kannte die pietistischen „Stundenleute“, an deren wöchentlichen Versammlungen 200 Bürger (bei einer Stadtbevölkerung von damals 4.000) teilnahmen.

Gottlieb Daimlers Kinder besuchen pietistische Schule

Angetan vom Fleiß und der Gewissenhaftigkeit seiner frommen Landsleute vertraute Daimler später die Erziehung seiner Töchter pietistischen Einrichtungen an. Es war ihm wichtig, „dass jedes seiner Kinder religiös erzogen wird und sich an Gottesdiensten und Kirchenfeiern beteiligt“.4 Die pietistischen Schulen galten damals als sicherer Schutzwall gegen die zersetzenden Einflüsse der modernen Theologie, welche die menschliche Vernunft über Gott stellte. Die Töchter Daimlers waren im pietistischen Internat in Königsfeld im Schwarzwald untergebracht.

Sein Bezug zum christlichen Glauben

Die geistliche Haltung seines Elternhauses, in dem Daimler aufwuchs, wird sichtbar in dem, was seine Großmutter Wilhelmine (gest. 9. Juli 1875) einst an Büchern hinterlassen hatte: Zwei Gesangbücher, eine Bibel und ein „Paradiesgärtlein“, zwei Predigtbücher sowie drei Gebetsbücher, die von verschiedenen pietistischen Pfarrern verfasst waren.

Welche geistlichen Impulse Gottlieb Daimler aus seiner Heimatstadt Schorndorf in die „weite Welt“ mitnahm, wissen wir nicht. Seine Arbeit und Studien führten ihn nach Frankreich und England. Heftige Enttäuschungen mit wichtigen Geschäftspartnern blieben ihm nicht erspart. Mitten in einer kritischen Situation seines Lebensweges schrieb er am 15. März 1872 an seine Frau Emma:

„In solchen Fällen giebt es für uns doch Niemand, der uns besser rathen kann, als der im Himmel wohnet, zu dem wir unsere Blicke aufwärts richten sollen.“

Gottlieb Daimler Brief

Handschriftlicher Brief Gottlieb Daimlers an seine Frau Emma vom 15.03.1872

Sein Grabstein

Am 6. März 1900 starb Gottlieb Daimler in Bad Cannstatt bei Stuttgart und wurde dort auf dem Uff-Kirchhof beerdigt. Auf seinem Grabstein ist „Psalm 37, 6″ eingemeißelt. Die Verse 1-7 des Psalms 37 lauten:

„Entrüste dich nicht über die Bösen, sei nicht neidisch auf die Übeltäter. Denn wie das Gras werden sie bald verdorren, und wie das grüne Kraut werden sie verwelken. Hoffe auf den Herrn und tu Gutes, bleibe im Lande und nähre dich redlich. Habe deine Lust am Herrn; der wird dir alles geben, was dein Herz wünscht. Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird’s wohlmachen und wird deine Gerechtigkeit heraufführen wie das Licht und dein Recht wie den Mittag. Sei stille dem Herrn und warte auf ihn. Entrüste dich nicht über den, dem es gut geht, der seinen Mutwillen treibt.“

Quellennachweise

Die Inhalte dieses Abschnitts sind dem Beitrag „Das Wort Gottes im religiösen Umfeld von Gottlieb Daimler“ von Martin Landmesser entnommen, der 2013 im Mitteilungsblatt der Evangelischen Karmelmission e.V. im Heft 01/13 veröffentlicht wurde. Dort wiederum wird auf die folgenden Quellen verwiesen:

1 Rolf Scheffbuch: „Pietismus an Rems und Murr“. Vortrag gehalten am 17. Mai 1990 – erschienen in: Schriftreihe „typisch im Rems-Murr-Kreis – Wissenswertes über Struktur, Wirtschaft, Kultur und Geschichte“, Waiblingen 1990; Paul Siebertz: Gottlieb Daimler, ein revolutionär der Technik, S. 292, Stuttgart 1950.

2 The Christian Spectator, Bd. VII, S.367, London 1866.

3 Landeskirchliches Archiv Stuttgart, A29-4082 (zitiert bei Rolf Scheffbuch: Das kirchliche Schorndorf um die Mittes des 19. Jahrhunderts – Ein Beitrag zum Daimler Gedenkjahr 1984, Schorndorf 1984).

4 Paul Siebertz: Gottlieb Daimler, ein revolutionär der Technik, S. 301, Stuttgart 1950.

WIE ALLES BEGANN

1978: Männerwochenende im Bernhäuser Forst

Im Februar des Jahres 1978 fand in der Faschingszeit im Bernhäuser Forst ein Jahrestreffen („Stilles Wochenende für Männer“) statt, an dem die drei bei Daimler beschäftigten Männer Dr. Peter Philipp (damals Assistent des Vorstandes für Öffentlichkeitsarbeit), Christoph Burck­hardt und Hans Grefe teilnahmen. Angeregt durch einen Vortrag von Bruder Matthäus von der Communität Christusbruderschaft Selbitz beschlossen diese drei vom Pietismus geprägten Männer, sich einmal wöchentlich vor Arbeitsbeginn zur geistlichen Besinnung zu treffen. Als Leitfaden dienten ihnen die bis heute jährlich erscheinen­den Herrnhuter Losungen, die aus einer Sammlung von kurzen Bibeltexten des Alten und Neuen Testaments bestehen.

1979: Erste Gebete im Vorzimmer des Vorstandes für Öffentlichkeitsarbeit

Die ersten Gebetstreffen fanden nach Ostern 1979 frühmorgens im Werk Untertürkheim statt, und zwar im Vorzim­mer von Dr. Peter Philipp, das um diese Zeit noch unbesetzt war. Die Gebetszeiten im Vorzimmer waren nicht ideal, denn häufig wurden sie durch eingehende Telefonanrufe gestört. Da sich Dr. Philipp außer­dem nicht dem Vorwurf mangelnder Trennung von privaten und geschäftli­chen Aktivitäten aussetzen wollte, suchte die Gruppe nach einem alternativen Gebetsort. Der von Hans Grefe stammende Vorschlag, die katholische Kirche St. Johannes in Unter­türkheim zu nutzen, konnte nicht umgesetzt werden, da deren Tür entgegen anderslautender Auskunft um die frühe Tageszeit nie geöffnet war.

1980: Geistliche Besinnung im Bus MB 206D

Daraufhin machte Christoph Burckhardt den genialen Vorschlag, sein inzwischen für 8 Sitzplätze zugelassenes Campingmobil MB 206D (im Bild mit Hochzeitsdeko) als alternativen Gebetstreffpunkt zu nutzen.

Dieser Vorschlag wurde angenommen. Ab Anfang 1980 parkte Christoph Burckhardt seinen MB 206D einmal wöchentlich morgens um 6:45 Uhr in Untertürkheim in der Kappelbergstraße direkt unterhalb der katholischen Kirche, um sich darin zur geistlichen Besinnung zu treffen. Anschließend trat jeder der Teilnehmer seine Arbeit am Standort Untertürkheim an, der nur wenige hundert Meter weit vom Gebetsort entfernt lag. Der Gebetsbus war für mindestens ein halbes Jahr regelmäßiger Gebetstreffpunkt.

Foto: Christoph Burckhardt, 1980

VOM BUS INS CVJM-HEIM

1980 – 1994: Firmengebet im CVJM-Heim in Untertürkheim

 

Als der MB-Bus für die Beter zu klein wurde, kam im Sommer 1980 durch Vermittlung des Untertürkheimer CVJM-Mitglieds Walter Zaiss die Anfrage an den Hausvater des CVJM-Vereins­hauses, Adolf Graf (ebenfalls Daimler-Mitarbeiter und wohnhaft im CVJM-Heim in Untertürkheim), ob sich eine kleine Gruppe von Daimler-Mitarbeitern morgens in einem Raum des Vereins­hauses zum Gebet treffen dürfte. In Abstimmung mit dem damaligen CVJM-Vorstand Martin Bofinger konnte dafür die Zusage gegeben werden.

Foto: Adolf Graf, 1981

 

So trafen sich ab 1980 bis 1994 jeden Montagmorgen von 6:50 bis 7:30 Uhr etwa 8 Personen zu geistlicher Besinnung unter dem Wort Gottes und Gebet, bevor sie sich auf den Weg zu ihren Arbeitsplätzen mach­ten. Adolf Graf schloss sich spontan an. Die Teilnehmer gehörten Be­reichen der Zentrale, des Werkes Untertürkheim und des Versuchs an:

Bauer, Walter  Abt. VDZ/RARLeinfelden-Echterdingen
Burckhardt, ChristophAbt. V1KAKernen-Rommelshausen
Graf, AdolfAbt. ZEW/TLStuttgart-Untertürkheim
Grefe, HansAbt. E2PT      Allmersbach im Tal
Neumeier, Johann Abt. ZEW/TNStuttgart-Untertürkheim
Philipp, Dr. PeterAbt. ÖVW/W Remshalden-Grunbach
Scheihing, Marliese(Gast) Stuttgart-Untertürkheim
Thudium, RudiAbt. ZKD/TP4Waiblingen-Beinstein

 

Kurze Zeit später schlossen sich die Herren Dr. Harry Tröster und Hans Pracht dieser Gruppierung mit an. In den folgenden Jahren stießen noch weitere Kollegen dazu, so dass insgesamt 28 Personen ständig oder zeitweise teilnahmen. Es war eine Gemeinschaft entstanden, in der sich eine stärkende Zusammen­gehörigkeit im Glauben entwickelt hatte. Das brüderliche „Du“ war bald selbstverständlich, was im Geschäftsleben zur damaligen Zeit keineswegs die Regel war.

Ende November 1994 trafen sich im CVJM-Heim nur noch Christoph Burckhardt, Adolf Graf und Hans Pracht. So fanden die segensreichen Zusammenkünfte im CVJM-Vereinshaus Untertürkheim zwar ein Ende, aber die Gebete gingen an anderen Stellen weiter!

2015: Danksagung an die ‚ersten Firmenbeter‘

Die „ersten Firmenbeter“, von denen sich die meisten aus der Zeit im CVJM-Heim kennen, wurden 2015 im Rahmen des 10. Daimler-Christen-Treffens für ihre segensreiche Vorreiterrolle geehrt. Zehn von ihnen – heute allesamt im Ruhe­stand – waren anwesend.

Von  links nach rechts: Johann Neumeier, Ursula Coderch, Ekhard Moosbrugger, Adolf Graf, Christoph Burckhardt, Bernhard Biehl, Dr. Josef Kurz, Günter Kroll, Dr. Harry Tröster, Dr. Günther Zoll.

Markus Kleppe, Gebetskreisleiter Möhringen (ganz rechts), nahm die Ehrung vor.

Foto: Reiner Maul, 2015

GEBETSKREISE IN WAIBLINGEN UND OBERESSLINGEN

1989: Erste Gebete am Standort Waiblingen

Nach seinen ersten vier Berufsjahren als wissenschaftlicher Assistent an einem Institut der Universität Karlsruhe trat Dr. Helmut Keller am 1. Januar 1987 in die PKW-Versuchs­abteilung V1ZK der damaligen Daimler-Benz AG ein. Diese gehörte dem Fach­bereich V1Z in Untertürkheim an, war aber aus Platznot im Terrot-Gebäude in Waiblingen in der Heerstraße 100 untergebracht. Nach zwei Jahren lernte Helmut Keller dort die Christen Martin Moser, Frank-Werner Mohn und Reinhold Schneckenburger kennen, die interessanterweise in der gleichen Hauptabteilung beschäftigt waren. Somit war es für ihn ein Leichtes, mit diesen Kollegen über christliche Werte ins Gespräch zu kommen und nach einer gewissen Kennenlernphase eine – wenn auch noch sehr unregelmäßige – Gebetsgemeinschaft zu haben, in der sie ihre geschäftlichen, aber auch privaten Anliegen im Gebet vor Gott brachten.

1990: Gebetskreis in Oberesslingen

Mitte 1990 zog die Waiblinger Versuchsabteilung (inzwischen EP/FGEV) ins ehemalige AEG-Gebäude nach Oberesslingen, Sirnauer Brücke, um. Dort  erweiterte sich der Kreis um weitere drei Teilnehmer. Einer von ihnen war Dr. Harry Tröster, der früher schon am Untertürkheimer CVJM-Gebetskreis teilnahm. Der Kreis traf sich neun Jahre lang einmal pro Woche in der Mittagspause im Büro von Martin Moser zum gemeinsamen Gebet.

Im Juli 1999 wechselte die komplette Abteilung in das neu erstellte „Mercedes Technology Center (MTC)“ nach Sindelfingen, wo Helmut Keller die wöchentlichen Gebetskreistreffen weiterführte.

GEBETSKREISE IN MÖHRINGEN

1990: Erster Gebetskreis in der Daimler-Zentrale in Möhringen

Ein sonniger Tag im Jahr 1990. Er lädt geradezu dazu ein, die Mittagspause draußen zu verbringen. Viele der Daimler-Mitarbeiter am Standort Möhringen, Epplestraße 225, tun das. Sie genießen es, ein oder auch mehrmals rings um den Campus Möhringen (der damaligen Konzernzentrale) herum zu gehen. Zwei Männer haben ihren Rundgang unterbrochen. Sie sitzen auf einer Parkbank und lesen.

Foto: DaimlerChrysler Headquarters, 08.04.2007 (frei verfügbares Foto aus Wikipedia)

 

Dr. Josef Kurz, Fachreferent für Bilanzabschlüsse im Finanzbereich, hatte es sich zur Gewohnheit gemacht, an einem Tag pro Woche auf das Mittagessen zu verzichten und stattdessen zu beten und in der Bibel oder einer christlichen Schrift zu lesen. Er blickt von seiner Lektüre auf, schielt zu dem Mann neben ihm. Hoppla. Er liest in einem Heft, auf dem das Wort Bibel­studium zu lesen ist. „Eine interessante Lektüre“, sind die ersten Worte. Das angeregte Gespräch mit dem anderen Mann, Günter Kroll, Team­leiter Service Verträge im Bereich After Sales Nutzfahrzeuge, bringt zu Tage, dass beide den Wunsch haben, mit anderen an Jesus gläubigen Kollegen regelmäßig am Standort Möhringen zu beten.

 

Wenige Tage später treffen sich die beiden mit Walter Bauer und Dr. Peter Philipp in dessen Büro (inzwischen von Untertürkheim an den Stand­ort Möhringen verlagert) zum ersten Gebetstreffen in Möhringen. Ein über Jahrzehnte funktionierendes Gebetstreffen ist geboren.

Über die Jahre und Jahrzehnte kamen weitere Teilnehmer hinzu oder gingen wieder weg – sei es, weil sie aus beruflichen Gründen an einen anderen Standort umzogen, weil sich ihre Arbeitszeit oder ihre Prioritäten veränderten oder weil sie das Rentenalter erreicht hatten. Die meiste Zeit traf sich dieser Gebetskreis freitagmorgens von 7:00 bis 8:00 Uhr. Trotz zwischendurch auftretender Hinder­nisse fand sich immer ein Raum, in dem man sich zum Gebet treffen konnte.

Eine Anekdote aus dem Möhringer Gebetskreis

Zeitweise brachte Günter Kroll seine Gitarre mit, um die frühmorgendliche Gebetszeit mit Lobliedern zu beginnen. So auch am Tag, als der damalige Präsident der palästinensischen Autonomiegebiete, Jassir Arafat, der sich vom Terroristen zum Friedensnobelpreisträger hochgearbeitet hatte, Daimler (DaimlerChrysler) besuchte. An diesem Morgen zwängte sich Günter mit seinem großen Gitarrenkoffer durch das Drehkreuz in Möhringen. Der Werkschutzmann an der Pforte hat zwar geguckt, aber nicht genauer hingesehen bzw. nicht reagiert. Im Gitarrenkoffer war eine mächtige Waffe: die Gitarre zur Unterstützung der Beter. Als schließlich der Hubschrauber mit Arafat landete, war die Gebetszeit auch längst schon vorbei, aber das Treffen mit dem Daimler-Vorstand war schon vorbereitet. Das Ergebnis: Die Finanzierung eines Kindergartens im Gazastreifen.

Günter Kroll übergibt Leitung an Nachfolger

Ende Juli 2007 beendete Günter Kroll seine aktive Zeit bei Daimler und wechselte in die passive Phase der Altersteilzeit. Die Leitung des Gebetskreises übertrug er seinem treuen Freund und Gebetsbruder Dr. Josef Kurz. Als Frühaufsteher nahm Günter Kroll aber noch einige weitere Jahre als angemeldeter Besucher an den frühmorgend­lichen Gebeten teil. Dabei versorgte er die Gebetskreisteilnehmer häufig mit den aktuellsten firmenrelevanten Informatio­nen aus der Zeitung, über die dann gebetet wurde.

Nachdem sich Mitte 2015 auch Josef Kurz in den Ruhestand verabschiedete, übernahm Markus Kleppe, Teamleiter Risiko­management Treasury, kurzzeitig die Leitung des Möhringer Freitagskreises.

Weitere Gebetskreise in Möhringen und Vaihingen

Markus Kleppe hatte bereits im Januar 2009 unmittelbar nach seiner Expat-Rückkehr aus Brüssel einen zweiten Gebetskreis in Möhringen gegründet, der sich bis zum heutigen Tage jeden Dienstag über die Mittagszeit trifft. Nach dem Ausscheiden von Josef Kurz Mitte des Jahres 2015 zogen es die übrigen Teilnehmer des frühmorgendlichen Freitagskreises vor, sich dieser neuen Gruppe anzuschließen. Somit löste sich der Freitagmorgen-Kreis nach der Sommerpause des Jahres 2015 vollständig auf.

Unabhängig von dem freitäglichen Früh- und dem dienstäglichen Mittagsgebetskreis existiert in Möhringen schon seit vielen Jahren eine weitere Gebetsgruppe. Diese wird von Iris M. geleitet und trifft sich montagmittags in der Außenstelle Vaihinger Straße 131, Gebäude Häussler Atlanta.

Markus Kleppe wurde Mitte 2018 nach Stuttgart-Vaihingen versetzt, weshalb er die Leitung des größenmäßig gewachsenen Möhringer Dienstagskeises abgeben musste. Sein Nachfolger ist seitdem Carsten Becher, Teamleiter Ausschreibungsmanagement. Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass Markus Kleppe bereits im Herbst 2018 einen Gebetskreis an seinem neuen Standort Vaihingen ins Leben rufen konnte.

Treue zum Möhringer Frühgebetskreis

Im Zusammenhang mit dem Möhringer Frühgebetskreis sei die Ingenieurin Daniela S. erwähnt, die seit der Grün­dung dieses Kreises bis zu dessen Auflösung treu zu den wöchentlichen Früh­gebeten erschien. Wohnhaft in Stuttgart-Ost fuhr sie jeden Freitag­morgen um 6:00 Uhr mit ihrem Fahrrad die ansteigende Strecke nach Möhringen, um dort um 7:00 Uhr am Gebet teilzunehmen und anschließend zur Arbeit nach Sindelfingen ins Produktionswerk weiterzufahren. Das tat sie bei Wind und Wetter – selbst im Winter! Daniela S. schloss sich nach der Auflösung des Möhringer Frühgebetskreises einem Gebetskreis in Sindelfingen an.

SEIT MITTE 1992: REGELMÄSSIGE TREFFEN AUSSERHALB DER FIRMA

Über die Jahre lag Günter Kroll das Gebet für die Firma und den darin arbeitenden Menschen zunehmend stärker auf dem Herzen. So kam es, dass er Mitte 1992 seinen gemeindlichen Hauskreis aufgab und (zusätzlich zu seinem Gebetskreis in Möhringen) einen Firmengebetskreis im eigenen Hause ins Leben rief. Über viele Jahre versammelten sich dort 6 – 8 Daimler-Beter aus unterschiedlichen Daimler-Gebetskreisen im zweimonatlichen Rhythmus.

Man hatte eine Zeit der Anbetung, dankte Gott für alles Positive und tat Fürbitte für die Firma, die Vorstände und die Beschäftigten. Meist feierte man auch das Abendmahl zusammen. Im Gegensatz zu den Treffen in den Firmenräumen war es in privater Umgebung leichter möglich, den Lobpreis musikalisch zu gestalten. Nach Abschluss des geistlichen Programms aß man noch gemeinsam zu Abend, pflegte Gemeinschaft miteinander und tauschte sich untereinander aus. Derartige Treffen außerhalb der Firma finden bis heute statt, jedoch seit ca. 2013 an einem anderen Ort.

GEBETSKREISE IN UNTERTÜRKHEIM

1993: Erster Gebetskreis im Werk Untertürkheim

Völlig unabhängig von den Aktivitäten im Untertürkheimer CVJM-Heim, in der Möhringer Zentrale, in Waiblingen und Oberesslingen ergriffen im Herbst 1992 einige Christen aus dem Werk Untertürkheim die Initiative, im firmeninternen Weiterbildungs­programm auf eine christliche Interessen­gemeinschaft außerhalb der Arbeitszeit hinzuweisen. Dies führte dazu, dass sich weitere Christen meldeten und Anfang 1993 der erste Gebetskreis auf dem Werksgelände in Untertürkheim stattfand. Dieser trifft sich bis zum heutigen Tage wöchentlich vor der Arbeitszeit um 6:45 Uhr unter der Leitung von Ekkehard K. und Wilfried O.. Die Kollegen Christoph Burckhardt und Hans Pracht aus dem Untertürkheimer CVJM-Gebetskreis schlossen sich nach dessen Auflösung dieser Gruppe an. Auch weitere Personen, die früher an den Treffen im CVJM-Vereins­haus teil­nahmen, waren dort anzutreffen. Adolf Graf, der inzwischen seinen Vorruhestand angetreten hatte, vollzog diesen Wechsel nicht mehr.

Weitere Gebetskreise in Untertürkheim

Gebetskreis in Untertürkheim, Gebäude 136
während der Mittagspause
Leitung: Chantalle W.

Gebetskreis in Untertürkheim, Gebäude 119
während der Mittagspause
Leitung: David H.

Gebetskreis in Untertürkheim, Gebäude 129/10
während der Mittagspause
Leitung: Benjamin O.

GEBETSKREISE IN SINDELFINGEN

Seit 1998: Gebetsspaziergänge auf dem Werksgelände

Um das Jahr 1998 gab es im Bau 46 des Produktionswerkes Sindelfingen (Werk 50) eine Gruppe von Christen, die sich regelmäßig in den Pausen traf. Es wurde viel füreinander gebetet. All dies war durch Sonja K., eine brennende Christin, initiiert worden, die überall Jesus bezeugte. Einige Menschen entschieden sich dort für ein Leben mit Jesus. Auch Helmut E. schloss sich diesen Christen an, die aus den verschiedensten Gemeinden kamen.

Während dieser Zusammenkünfte lernte Helmut E. den Kollegen Fritz H. kennen. Etwa im Jahr 1999 begannen diese beiden, in ihrer Mittagspause zwischen den Produktionshallen über das Werksgelände zu marschieren und miteinander für die Firma und die Menschen zu beten. Sonja K. verließ das Unternehmen etwa um diese Zeit.

Im Jahre 2004 übernahm David H. zusammen mit Christoph M. die Leitung dieses sich auf dem freien Werksgelände treffenden Gebetskreises und koordinierte die wöchentlichen Treffen acht Jahre lang.

Als David H. im Jahre 2012 nach Untertürkheim wechselte, ging die Leitung an Christoph Eisele über, der diesen Kreis weitere 6 Jahre bis Oktober 2018 koordinierte. Da die Arbeitsstelle von Christoph Eisele im Oktober 2018 in die Schlosshofstraße verlagert wurde, ist seit dieser Zeit Helmut E. für die Gebetsgruppe im Freien verantwortlich.

In all den Jahren kamen immer wieder neue Leute hinzu, die es auch auf dem Herzen hatten, für die Firma und die darin arbeitenden Menschen zu beten. Es ist sehr ermutigend, in der Rückschau zu sehen, was Gott Großes getan hat.

Es existiert auch noch ein Gebetskreis im Gebäude 7/1 des Produktionswerks 50, der von Thomas K. koordiniert wird und sich über die Mittagszeit trifft. Mangels verfügbarer Teilnehmer findet dieser aber nur sporadisch statt.

Seit 1999: Gebetskreise im Mercedes Technology Center (MTC)

Gebetskreis in Geb. 50/1 in der Mittagspause

Mitte 1999 zog die Vorentwicklungsabteilung „Systementwicklung Fahrfunktionen“, in der Dr. Helmut Keller seinerzeit als Teamleiter für „Control Systems Design“ zuständig war, von Oberesslingen in das gerade fertig gestellte „Mercedes Technology Center“ in Sindelfingen um. Da alle Teilnehmer des Oberesslinger Gebetskreises gleichzeitig mit umzogen, konnten die Gebetstreffen dort zunächst mit der gleichen Mannschaft weitergeführt werden. Man trifft sich dort bis zum heutigen Tag einmal wöchenlich zum Gebet, und zwar jeden Montag in der Mittagspause in einem um diese Zeit leer stehenden Besprechungszimmer des Gebäudes 50/1.

Nun zogen aber noch viele weitere Abteilungen aus den verschiedensten Stuttgarter Standorten in das neu erbaute MTC in Sindelfingen. So kam es, dass Helmut Keller zahlreiche weitere Christen aus anderen Abteilungen und Bereichen kennenlernte, die er mit zu den wöchentlichen Gebetsrunden einlud. Die Anzahl der Gebetskreisteilnehmer stieg dadurch weiter an.

Gebetskreis in Geb. 50/1 vor Arbeitsbeginn

Da es einige Teilnehmer gab, die eine Gebetszeit morgens vor Arbeitsbeginn vorzogen, gründete Helmut Keller im Jahre 2004 einen Früh-Gebetskreis, der bis heute jeden Donnerstag um 7:00 Uhr im Gebäude 50/1 im gleichen Besprechungszimmer wie der Montagskreis zusammenkommt.

Beide Gebetskreise leitete Helmut Keller bis zum Ende seiner aktiven Zeit bei Daimler im Juli 2017. Aufgrund der vielen positiven Erfahrungen und Gebetserhörungen, die die Teilnehmer dort über die Jahre erleben durften, war es ein Leichtes, geeignete Nachfolger zu finden, die die Leitung der beiden Kreise mit Freude und viel Eigeninitiative übernahmen. So wird seit August 2017 der Montagskreis von Hannes A. und der Donnerstagskreis von Reiner M. weitergeleitet. Insbesondere der Montagskreis erfreut sich einer regen Teilnahme und ist in der Zwischenzeit weiter gewachsen.

 

Gebetskreis in Gebäude 26, Ebene 0
während der Mittagspause
Leitung: Johannes W.

Gebetskreis in Gebäude 26, Ebene 4
während der Mittagspause
Leitung: Rüdiger S.

 

Gebetskreis in Gebäude 20/1
während der Mittagspause
Leitung: Michael R.

Weitere Gebetskreise in Sindelfingen

Gebetskreis in der Schlosshofstraße 3, Gebäude 446
während der Mittagspause
Leitung: Christoph E.

Gebetskreis in der Fronäckerstraße 40, Haus Beuttler
während der Mittagspause
Leitung: Walter W.

GEBETSKREIS IN HEDELFINGEN

2006: Mehrmals täglich Gebetstreff in der Getriebmontage in Hedelfingen

GEBETSKREISE AN ANDEREN DEUTSCHEN STANDORTEN

Gebetskreis in Stuttgart-Feuerbach, Gospel-Forum, Junghansstr. 7-9
während der Mittagspause
Leitung: Anette K.

Zur Entstehung dieses Gebetskreises:
In seiner Zeit als Senior Expert (vulgo: Space Cowboy) auf dem Pragsattel (Stuttgart-Feuerbach) spielte Dr. Josef Kurz eine weitere Rolle in Bezug auf die Entstehung von Firmengebetskreisen bei Daimler. Dort konnte er Mitte 2016 zusammen mit Anette K., verantwortlich für Auswertungen und Reporting, den Gebetskreis am Pragsattel gründen.

Seit Mitte 2018 trifft sich dieser Kreis, der anfangs direkt in Büroräumen der Mercedes-Benz Bank zusammen kam, im nahe gelegenen Gospel Forum. Der Hauptgrund dafür liegt darin, dass man dort ungestört singen und Gitarre spielen kann und so eine gute Einstimmung fürs Gebet hat.

 

Gebetskreis in Fellbach-Schmiden, Salierstraße 43, Geb. 43
während der Mittagspause
Leitung: Manfred N.

Gebetskreis in Wangen, Viehwasen 55, Geb. Berberich
nach Absprache
Leitung: Gabriele O.

Gebetskreis in Wangen, Hedelfinger Straße 58
nach Absprache
Leitung: Hans-Peter S.

Gebetskreis in Mettingen, Emil-Kessler-Straße 4, Gebäude 5
während der Mittagspause
Leitung: Gotthardt L.

Gebetskreis in Esslingen-Pliensauvorstadt, Geb. Roser
während der Mittagspause
Leitung: Yahkub B.

Gebetskreis in Stuttgart-Fasanenhof
während der Mittagspause
Leitung: Ellen C.

Gebetskreis im MB Logistik-Center Reutlingen
während der Mittagspause
Leitung: Markus W.

Gebetskreis in Böblingen, Leibnizstr. 2, smart-Areal, Geb. 11
während der Mittagspause
Leitung: Hans-Georg O.

Gebetskreis in Böblingen-Hulb, Hanns-Klemm-Str. 5, Atrium
während der Mittagspause
Leitung: Andreas W.

Gebetskreis in Böblingen-Hulb, Schickardstraße 30, Geb. 760
während der Mittagspause
Leitung: Daniela V.

Gebetskreis in Rastatt, Besprechungscontainer MFA2 Z1
während der Mittagspause
Leitung: Thomas K.

Gebetskreis in Bremen, Mercedesstraße 1, Geb. 66
nach Arbeitsende
Leitung: Wolfgang M.

SEIT NOVEMBER 2016: RENTNER-GEBETSKREIS

Seit dem 10. Daimler Christen Treffen im Herbst 2015 mit dem Thema „Open Your Mind & Your Heart” bewegte den Ruheständler Ekhard M. der Gedanke, aus Dankbarkeit zu seiner Firma einen Rentner-Gebetskreis zu gründen. Unter anderem verdanke er seiner Firma ja seine monatliche Daimler-Betriebsrente.

Beim 11. Daimler Christen Treffen mit dem inspirierenden Vortrag von Johannes Hartl (Gebetshaus Augsburg) und dem Thema „Mit dem Herrn unterm Stern” suchte er direkt im Anschluss an die Veranstaltung beim Buffet nach Verbündeten, die sein Vorhaben unterstützten. Von vier befreundeten Rentnern erhielt er eine Zusage, und schon war im November 2016 der erste Daimler-Rentner-Gebetskreis gegründet.

Momentan betet die Vierergruppe über eine Telefonkonferenzschaltung. Sobald jedoch die technischen Voraussetzungen bei jedem der Teilnehmer gegeben sind, haben sie vor, über ein internetbasiertes Videokonferenzsystem in Ton und Bild zu kommunizieren.

HOPE GROUP IN PEKING (CHINA)

März 2013: Gründung der Hope Group

Dr. Siegmar Haasis, der von 2010 bis 2013 als CIO (Chief Information Officer) Overseas & Greater China mit IT-Verantwortung für 15 asiatische Märkte, schrieb im Oktober 2012 eine E-Mail an Helmut Keller, in der er mitteilte, dass er in diesem Jahr nicht am traditionellen Daimler-Christen-Treffen teilnehmen könne. In dieser Mail übermittelte er auch die Nachricht, dass er nach intensivem Gebet und mutmachenden Gesprächen mit internationalen Kollegen den Entschluss gefasst habe, in Peking einen christlichen Gesprächs- und Gebetskreis zu gründen und regelmäßige Christen-Treffen zu veranstalten.

Im März 2013 war es dann soweit. Siegmar Haasis und sein damaliger Assistent Christoph Wege hatten die „Hope Group“, eine bunt gemischte Gruppe von Christen aus Asien, Amerika und Europa, gegründet. Seitdem trifft man sich einmal wöchentlich in der Mittagszeit im Daimler Tower in Peking zum geistlichen Austausch, zum Gebet und zu Gesprächen.

Daimler Tower in Peking (Foto: Christoph Wege, 2014)

 

 

Hope Group Peking (Foto: Christoph Wege, 2017)

Kontinuität trotz zweifachem Leiterwechsel

Im August 2013 kehrte Siegmar Haasis nach Deutschland zurück und Christoph Wege führte den Gebetskreis weiter. Insgesamt war Christoph Wege 4,5 Jahre für die Hope Group verantwortlich, bis auch er Ende 2017 den Standort Peking verließ und nach Legnica (Polen) wechselte. Seit Dezember 2017 wird die Gruppe von Xiaoyu Chen geleitet. Sie besteht inzwischen aus 9 Personen, die die wöchentlichen Treffen mit vorbereiten und den Lobpreis aktiv mitgestalten.

Beim 12. Daimler-Christen-Treffen im November 2017 war die Hope Group live über Skype zugeschaltet. Obwohl es in China schon nach Mitternacht war, ließen es sich die chinesischen Kolleg/innen nicht nehmen, der Veranstaltung zu folgen und sogar aktiv daran teilzunehmen. Sie richteten ein ermutigendes Grußwort an die deutschen Teilnehmer und verfolgten einen Großteil der mehrstündigen Veranstaltung von Peking aus live mit.

 

12. Daimler-Christen-Treffen - Hope Group live aus Beijing (China)

Hope Group aus Peking, Live-Übertragung nach Deutschland (Foto: Reiner Maul, 2017)

 

 

Im Dezember 2018 schrieb Xiaoyu:

Wir erlebten ein gesegnetes Jahr, in dem Gott unseren Firmengebetskreis nutzte, um unseren Glauben zu festigen und sogar einige (Ungläubige) mit hineinzubringen. Kürzlich nahm eine Frau, die vor einigen Jahren von Großbritannien nach Peking zurückkehrte, an unserem Gebetskreis teil. Während ihrer Zeit in Großbritannien hatte sie die Kirche besucht, hier in Peking jedoch nicht mehr. Nachdem sie einige Donnerstage an unserem Gebetskreis teilgenommen hatte, sagte sie, dass ihre Beziehung zu Gott wieder neu gefestigt worden und sie ihm näher gekommen sei. Sehr begeistert teilte sie uns eines Donnerstags mit, dass sich eines ihrer Gebetsanliegen erfüllt habe, nachdem wir für sie gebetet hatten. Inzwischen besuchte sie sogar den sonntäglichen Gottesdienst, zu dem ich sie einlud.

GEBETSKREISE IN TUSCALOOSA (ALABAMA/USA)

Seit 2013: Bibelstudium am Produktionsstandort Tuscaloosa

Joseph C. leitet am Produktionsstandort MBUSI (Mercedes-Benz U.S. International) in Tuscaloosa (Alabama/USA) seit 2013 einen Bibelkreis (siehe Foto), zu dem man sich wöchentlich während der Mittagspausen trifft.

Foto: Joseph Cox, 2015

Seit 2014: Männergruppe am Produktionsstandort Tuscaloosa

Auch David Reeves arbeitet seit 2008 am Produktionsstandort MBUSI in Tuscaloosa (Alabama/USA), und zwar als Prozess-Ingenieur für Montageabläufe in der Funktion eines Montage-Gruppenleiters. Über seine Gemeinde, die „Church of the Highlands“ in Birmingham (Alabama) wurde er ermutigt, Männer in eine tiefere Glaubensbeziehung zu Jesus Christus zu führen, wo immer er von Gott hingestellt würde. Somit lag es für ihn nahe, am Arbeitsplatz anzufangen.

Im Januar 2014 begann David Reeves eine Männer-Kleingruppe zu leiten, ähnlich einem in der Fima existierenden Bibelkreis, zu dem man sich seit 2013 wöchentlich während der Mittagspausen trifft. Dort behandelte die Gruppe verschiedene Themen, die in der Regel auf biblisch orientierten Führungseigenschaften basierten. Ein oder zwei Semester fokussierte sich die Gruppe darauf, ein stärkerer Mann Gottes zu werden. Die Gruppe variierte in der Größe, in der Regel waren es etwa 10 Männer.

Über eine E-Mail-Kampagne, die 2014 von einem ehemaligen Kollegen initiiert wurde, verteilt die Männergruppe darüber hinaus wichtige Gebetsanliegen über die Organisation. Ein Fokus dieser E-Mail-Kampagne besteht darin, dafür zu beten, dass das Management vom Heiligen Geist geleitet wird, um die bestmöglichen und weisesten Entscheidungen zu treffen. Zitat von David: „Wir haben hier Veränderungen zum Besseren gesehen, seit wir zu beten begannen, und wir glauben, dass Gott darin eine Rolle spielte.“

2017: Botschaft von David Reeves über Live-Verbindung

Im Rahmen des Daimler-Christen-Treffens in 2017 war David Reeves über eine Internet-Verbindung live angebunden (siehe Foto). Zu den deutschen Teilnehmern sprach er Folgendes:

„Ich möchte jeden in dieser Daimler-Christen-Versammlung ermutigen, den Glauben an Jesus stark zu halten. Jesus wünscht sich eine persönliche Beziehung mit dir, und deine einfache Antwort ist einfach nur, für ihn zu leben. All meine Freude kommt dadurch, dass ich Jesus kenne – nicht von meinem Job, nicht von meinen Hobbies oder von irgendetwas, was die Welt bietet. Wenn ich auf diese Welt vertraue, weiß ich, dass ich enttäuscht sein werde. Ich weiß, dass Jesus mich nie untergehen lassen wird und dass ich all mein Vertrauen auf ihn setzen kann. Bitte, lebe Deinen Glauben bei Deiner Arbeit aus! Er wird dir einen positiven Geist geben und Freude, die du nie erlebt hast. Erinnere dich an das, was in Kolosser 3:23 steht: ‚Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen.‘ Gebt Gott die Ehre dadurch, wie ihr euch bei der Arbeit verhaltet. Ich ermutige dich auch, für deine Führungskräfte zu beten. Bei uns ist es so, dass jeder täglich für seinen Temleiter (E4), Abteilungsleiter (E3), Centerleiter (E2) und Direktor (E1) betet.“

Auf die Frage nach einem Zeugnis oder einer Erfahrung mit der Männergruppe sei, antwortete David:
„Ich würde sagen, dass ich selbst das beste Zeugnis geben kann: Ich habe so viel von den anderen Männern gelernt. Ein besserer Ehemann und Vater werde ich dadurch, dass ich die Arbeit hinter meine Familie stelle (was immer schwer für mich ist) und ich meinen Glauben an Jesus vertiefe.“

Im Jahr 2017 wurde David Reeves zum Teamleiter für ein neues Team mit der Bezeichnung ‚Montage Einführung‘ ernannt.

12. Daimler-Christen-Treffen - David R. live aus Alabama (USA)

Foto: Reiner Maul, 2017

GEBETSKREISE IN DETROIT (MICHIGAN/USA) UND PORTLAND (OREGON/USA)

Seit 2016: Gebetskreis bei der Detroit Diesel Corporation in Detroit

Ilyas Y. wechselte im Jahr 2016 von Untertürkheim zur ‚Detroit Diesel Corporation (DDC)‘ in Detroit (Michigan/USA), um dort für drei Jahre als Expat zu arbeiten. Bald lernte er an seinem neuen Standort in Detroit gläubige Kollegen kennen. Da er die Gebetskreise von Stuttgart her kannte, folgte er in 2016 dem deutschen Beispiel und gründete auch am Standort Detroit einen Gebetskreis.

Über mehr als zwei Jahre war Dean F. dort ein treuer Gebetskreisteilnehmer. Deshalb übertrug Ilyas die Leitung des Gebetskreises an Dean, bevor er selbst im September 2018 wieder nach Deutschland zurückkehrte. Seitdem lädt Dean F. zu den wöchentlichen Gebetsrunden ein.

Gebetskreis bei Daimler Trucks North America Headquarters in Portland

Auch am Standort „Daimler Trucks North America Headquarters“ in Portland (Oregon/USA) existiert seit Jahren ein Gebetskreis. Volker Fliehmann, ein ehemaliger Mitarbeiter aus dem Truck-Bereich in Untertürkheim, konnte diesen Kreis im Jahr 2014 während eines Auslandsaufenthalts kennenlernen.

GEBETSKREISE IN BANGALORE (INDIEN) UND LEGNICA (POLEN)

Seit Dezember 2017: Gebetskreis in Bangalore

Durch seine Zusammenarbeit mit den indischen Kollegen von MBRDI (Mercedes-Benz Research & Development India) in Bangalore lernte das Eberhard B., Mitglied eines Sindelfinger Gebetskreises, die indische Christin Liz S. kennen. Beeindruckt über ihren tiefen Glauben und die Tatsache, dass bei MBRDI in Bangalore noch mehr Christen beschäftigt sind, berichtete er ihr über die bei Daimler existierenden Gebetskreise und motivierte sie, doch auch in Banaglore einen Gebetskreis zu gründen.

Am 15. Dezember 2017 machte er die freudige Mitteilung, dass Liz S. Anfang Dezember 2017 einen Gebetskreis in Bangalore gegründet hatte, bei dem sie sich zu viert treffen. Da Eberhard B. zu diesem Zeitpunkt gerade vor Ort bei MBRDI war, konnte er das erste Treffen sogar live miterleben. Mangels leerstehendem Besprechungszimmer treffen sich die indischen Kollegen im Vorraum eines Treppenhauses.

Da Liz S. im November 2018 für drei Wochen in Sindelfingen war, konnte sie am 13. Daimler-Christen-Treffen in Weinstadt-Beutelsbach teilnehmen und dort einen aktiven Beitrag leisten.

Seit August 2018: Gebetskreis in Legnica

Anfang 2018 wechselte Christoph Wege, der bis Ende 2017 den Gebetskreis (Hope Group) in Peking leitete (siehe oben), zu „Mercedes-Benz Manufacturing Poland“ nach Legica in Polen. Kaum hatte er an seinem neuen Standort Fuß gefasst, startete er dort im August 2018 bereits einen Bibel- und Gebetskreis, der sich wöchentlich in der Mittagszeit trifft. Wenn die Runde auch noch recht überschaubar ist – der Kreis ist initiiert.

ÜBERSICHT ÜBER GEBETSKREISE BEI DAIMLER

Daimler-Gebetskreise in Deutschland und weltweit, Stand 11/2018

Christen bei Daimler Gebetskreise Deutschland.jpg

Gebetskreise im Großraum Stuttgart
und Deutschland

Christen bei Daimler Gebetskreise Weltweit

Gebetskreise weltweit

Gesamtübersicht über die Gebetskreise bei Daimler, Stand 11/2018

AUF DEN SPUREN GOTTLIEB DAIMLERS

Das erste vierrädrige Automobil der Welt

Wir schreiben das Jahr 1886. Eine neue Erfindung wird die Welt verändern. Erstmalig präsentiert der im beschaulichen Schorndorf geborene Gottlieb Daimler einen fahrenden Wagen ohne Pferde –  seine „Motorkutsche“ mit dem von ihm erfundenen schnelllaufenden Benzinmotor. Dieser Motorwagen gilt als das erste vierrädrige Automobil der Welt. Mit Carl Benz, der zeitgleich einen dreirädrigen Motorwagen konstruierte, gelten Daimler und Benz als die Pioniere des Automobilbaus am Ende des 19. Jahrhunderts.

Gottlieb Daimler

Gottlieb Daimler, 1834 - 1900

Bibelvers zur Konfirmation

„Bleibe bei dem, was du gelernt hast und was dir anvertraut ist.“

2. Tim. 3, 14

Gottlieb Daimler wuchs in einem pietistisch geprägten Elternhaus in Schorndorf auf. Im Frühjahr 1848 wurde er in der Schorndorfer Stadtkirche konfirmiert. Als Konfirmationsspruch wurde ihm der Bibelvers aus 2. Tim. 3, 14 mitgegeben.1 Im Vers 16 heißt es dort weiter: „Denn die Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt.“

Spannungsfeld zwischen Pietismus und liberaler Theologie

Dass „die Schrift von Gott eingegeben“ ist, wurde zur Zeit des jungen Daimlers von liberalen Theologen vehement bekämpft. Allen voran war es David Friedrich Strauß, der 1835 mit seinem Buch „Das Leben Jesu“ die Entmythologisierung der Bibel und der Heilsgeschichte propagierte. Dieses zweibändige Werk mit über 1.400 Seiten wirkte in ganz Europa „wie ein schreckliches Erdbeben“ und wurde von Kritikern als „das meist verdorbene Buch“ bezeichnet, „das die Hölle jemals aus ihrem Rachen spuckte“.2

Während es innerhalb der Kirche und an den Universitäten zur Zeit des jungen Daimlers als schick und wissenschaftlich galt, die göttliche Herkunft der Bibel in Frage zu stellen, prägte in Schorndorf der Pietismus das bürgerliche und kirchliche Leben.3 Der damalige Schorndorfer Spezialsuperindendent (heute Dekan) Friedrich August Baur, vermerkte in seinen Visitationsberichten: „Der Pietismus ist nach Umfang und Einfluss von Bedeutung, er ist für die bürgerliche und kirchliche Gemeinde eine entscheidende Kraft“. Auch der junge Daimler kannte die pietistischen „Stundenleute“, an deren wöchentlichen Versammlungen 200 Bürger (bei einer Stadtbevölkerung von damals 4.000) teilnahmen.

Gottlieb Daimlers Kinder besuchen pietistische Schule

Angetan vom Fleiß und der Gewissenhaftigkeit seiner frommen Landsleute vertraute Daimler später die Erziehung seiner Töchter pietistischen Einrichtungen an. Es war ihm wichtig, „dass jedes seiner Kinder religiös erzogen wird und sich an Gottesdiensten und Kirchenfeiern beteiligt“.4 Die pietistischen Schulen galten damals als sicherer Schutzwall gegen die zersetzenden Einflüsse der modernen Theologie, welche die menschliche Vernunft über Gott stellte. Die Töchter Daimlers waren im pietistischen Internat in Königsfeld im Schwarzwald untergebracht.

Sein Bezug zum christlichen Glauben

Die geistliche Haltung seines Elternhauses, in dem Daimler aufwuchs, wird sichtbar in dem, was seine Großmutter Wilhelmine (gest. 9. Juli 1875) einst an Büchern hinterlassen hatte: Zwei Gesangbücher, eine Bibel und ein „Paradiesgärtlein“, zwei Predigtbücher sowie drei Gebetsbücher, die von verschiedenen pietistischen Pfarrern verfasst waren.

Welche geistlichen Impulse Gottlieb Daimler aus seiner Heimatstadt Schorndorf in die „weite Welt“ mitnahm, wissen wir nicht. Seine Arbeit und Studien führten ihn nach Frankreich und England. Heftige Enttäuschungen mit wichtigen Geschäftspartnern blieben ihm nicht erspart. Mitten in einer kritischen Situation seines Lebensweges schrieb er am 15. März 1872 an seine Frau Emma:

„In solchen Fällen giebt es für uns doch Niemand, der uns besser rathen kann, als der im Himmel wohnet, zu dem wir unsere Blicke aufwärts richten sollen.“

Gottlieb Daimler Brief

Handschriftlicher Brief Gottlieb Daimlers an seine Frau Emma vom 15.03.1872

Sein Grabstein

Am 6. März 1900 starb Gottlieb Daimler in Bad Cannstatt bei Stuttgart und wurde dort auf dem Uff-Kirchhof beerdigt. Auf seinem Grabstein ist „Psalm 37, 6″ eingemeißelt. Die Verse 1-7 des Psalms 37 lauten:

„Entrüste dich nicht über die Bösen, sei nicht neidisch auf die Übeltäter. Denn wie das Gras werden sie bald verdorren, und wie das grüne Kraut werden sie verwelken. Hoffe auf den Herrn und tu Gutes, bleibe im Lande und nähre dich redlich. Habe deine Lust am Herrn; der wird dir alles geben, was dein Herz wünscht. Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird’s wohlmachen und wird deine Gerechtigkeit heraufführen wie das Licht und dein Recht wie den Mittag. Sei stille dem Herrn und warte auf ihn. Entrüste dich nicht über den, dem es gut geht, der seinen Mutwillen treibt.“

Quellennachweise

Die Inhalte dieses Abschnitts sind dem Beitrag „Das Wort Gottes im religiösen Umfeld von Gottlieb Daimler“ von Martin Landmesser entnommen, der 2013 im Mitteilungsblatt der Evangelischen Karmelmission e.V. im Heft 01/13 veröffentlicht wurde. Dort wiederum wird auf die folgenden Quellen verwiesen:

1 Rolf Scheffbuch: „Pietismus an Rems und Murr“. Vortrag gehalten am 17. Mai 1990 – erschienen in: Schriftreihe „typisch im Rems-Murr-Kreis – Wissenswertes über Struktur, Wirtschaft, Kultur und Geschichte“, Waiblingen 1990; Paul Siebertz: Gottlieb Daimler, ein revolutionär der Technik, S. 292, Stuttgart 1950.

2 The Christian Spectator, Bd. VII, S.367, London 1866.

3 Landeskirchliches Archiv Stuttgart, A29-4082 (zitiert bei Rolf Scheffbuch: Das kirchliche Schorndorf um die Mittes des 19. Jahrhunderts – Ein Beitrag zum Daimler Gedenkjahr 1984, Schorndorf 1984).

4 Paul Siebertz: Gottlieb Daimler, ein revolutionär der Technik, S. 301, Stuttgart 1950.

WIE ALLES BEGANN

1978: Männerwochenende im Bernhäuser Forst

Im Februar des Jahres 1978 fand in der Faschingszeit im Bernhäuser Forst ein Jahrestreffen („Stilles Wochenende für Männer“) statt, an dem die drei bei Daimler beschäftigten Männer Dr. Peter Philipp (damals Assistent des Vorstandes für Öffentlichkeitsarbeit), Christoph Burck­hardt und Hans Grefe teilnahmen. Angeregt durch einen Vortrag von Bruder Matthäus von der Communität Christusbruderschaft Selbitz beschlossen diese drei vom Pietismus geprägten Männer, sich einmal wöchentlich vor Arbeitsbeginn zur geistlichen Besinnung zu treffen. Als Leitfaden dienten ihnen die bis heute jährlich erscheinen­den Herrnhuter Losungen, die aus einer Sammlung von kurzen Bibeltexten des Alten und Neuen Testaments bestehen.

1979: Erste Gebete im Vorzimmer des Vorstandes für Öffentlichkeitsarbeit

Die ersten Gebetstreffen fanden nach Ostern 1979 frühmorgens im Werk Untertürkheim statt, und zwar im Vorzim­mer von Dr. Peter Philipp, das um diese Zeit noch unbesetzt war. Die Gebetszeiten im Vorzimmer waren nicht ideal, denn häufig wurden sie durch eingehende Telefonanrufe gestört. Da sich Dr. Philipp außer­dem nicht dem Vorwurf mangelnder Trennung von privaten und geschäftli­chen Aktivitäten aussetzen wollte, suchte die Gruppe nach einem alternativen Gebetsort. Der von Hans Grefe stammende Vorschlag, die katholische Kirche St. Johannes in Unter­türkheim zu nutzen, konnte nicht umgesetzt werden, da deren Tür entgegen anderslautender Auskunft um die frühe Tageszeit nie geöffnet war.

1980: Geistliche Besinnung im Bus MB 206D

Daraufhin machte Christoph Burckhardt den genialen Vorschlag, sein inzwischen für 8 Sitzplätze zugelassenes Campingmobil MB 206D (im Bild mit Hochzeitsdeko) als alternativen Gebetstreffpunkt zu nutzen.

Dieser Vorschlag wurde angenommen. Ab Anfang 1980 parkte Christoph Burckhardt seinen MB 206D einmal wöchentlich morgens um 6:45 Uhr in Untertürkheim in der Kappelbergstraße direkt unterhalb der katholischen Kirche, um sich darin zur geistlichen Besinnung zu treffen. Anschließend trat jeder der Teilnehmer seine Arbeit am Standort Untertürkheim an, der nur wenige hundert Meter weit vom Gebetsort entfernt lag. Der Gebetsbus war für mindestens ein halbes Jahr regelmäßiger Gebetstreffpunkt.

Foto: Christoph Burckhardt, 1980

VOM BUS INS CVJM-HEIM

1980 – 1994: Firmengebet im CVJM-Heim in Untertürkheim

 

Als der MB-Bus für die Beter zu klein wurde, kam im Sommer 1980 durch Vermittlung des Untertürkheimer CVJM-Mitglieds Walter Zaiss die Anfrage an den Hausvater des CVJM-Vereins­hauses, Adolf Graf (ebenfalls Daimler-Mitarbeiter und wohnhaft im CVJM-Heim in Untertürkheim), ob sich eine kleine Gruppe von Daimler-Mitarbeitern morgens in einem Raum des Vereins­hauses zum Gebet treffen dürfte. In Abstimmung mit dem damaligen CVJM-Vorstand Martin Bofinger konnte dafür die Zusage gegeben werden.

Foto: Adolf Graf, 1981

 

So trafen sich ab 1980 bis 1994 jeden Montagmorgen von 6:50 bis 7:30 Uhr etwa 8 Personen zu geistlicher Besinnung unter dem Wort Gottes und Gebet, bevor sie sich auf den Weg zu ihren Arbeitsplätzen mach­ten. Adolf Graf schloss sich spontan an. Die Teilnehmer gehörten Be­reichen der Zentrale, des Werkes Untertürkheim und des Versuchs an:

Bauer, Walter  Abt. VDZ/RARLeinfelden-Echterdingen
Burckhardt, ChristophAbt. V1KAKernen-Rommelshausen
Graf, AdolfAbt. ZEW/TLStuttgart-Untertürkheim
Grefe, HansAbt. E2PT      Allmersbach im Tal
Neumeier, Johann Abt. ZEW/TNStuttgart-Untertürkheim
Philipp, Dr. PeterAbt. ÖVW/W Remshalden-Grunbach
Scheihing, Marliese(Gast) Stuttgart-Untertürkheim
Thudium, RudiAbt. ZKD/TP4Waiblingen-Beinstein

 

Kurze Zeit später schlossen sich die Herren Dr. Harry Tröster und Hans Pracht dieser Gruppierung mit an. In den folgenden Jahren stießen noch weitere Kollegen dazu, so dass insgesamt 28 Personen ständig oder zeitweise teilnahmen. Es war eine Gemeinschaft entstanden, in der sich eine stärkende Zusammen­gehörigkeit im Glauben entwickelt hatte. Das brüderliche „Du“ war bald selbstverständlich, was im Geschäftsleben zur damaligen Zeit keineswegs die Regel war.

Ende November 1994 trafen sich im CVJM-Heim nur noch Christoph Burckhardt, Adolf Graf und Hans Pracht. So fanden die segensreichen Zusammenkünfte im CVJM-Vereinshaus Untertürkheim zwar ein Ende, aber die Gebete gingen an anderen Stellen weiter!

2015: Danksagung an die ‚ersten Firmenbeter‘

Die „ersten Firmenbeter“, von denen sich die meisten aus der Zeit im CVJM-Heim kennen, wurden 2015 im Rahmen des 10. Daimler-Christen-Treffens für ihre segensreiche Vorreiterrolle geehrt. Zehn von ihnen – heute allesamt im Ruhe­stand – waren anwesend.

Von  links nach rechts: Johann Neumeier, Ursula Coderch, Ekhard Moosbrugger, Adolf Graf, Christoph Burckhardt, Bernhard Biehl, Dr. Josef Kurz, Günter Kroll, Dr. Harry Tröster, Dr. Günther Zoll.

Markus Kleppe, Gebetskreisleiter Möhringen (ganz rechts), nahm die Ehrung vor.

Foto: Reiner Maul, 2015

GEBETSKREISE IN WAIBLINGEN UND OBERESSLINGEN

1989: Erste Gebete am Standort Waiblingen

Nach seinen ersten vier Berufsjahren als wissenschaftlicher Assistent an einem Institut der Universität Karlsruhe trat Dr. Helmut Keller am 1. Januar 1987 in die PKW-Versuchs­abteilung V1ZK der damaligen Daimler-Benz AG ein. Diese gehörte dem Fach­bereich V1Z in Untertürkheim an, war aber aus Platznot im Terrot-Gebäude in Waiblingen in der Heerstraße 100 untergebracht. Nach zwei Jahren lernte Helmut Keller dort die Christen Martin Moser, Frank-Werner Mohn und Reinhold Schneckenburger kennen, die interessanterweise in der gleichen Hauptabteilung beschäftigt waren. Somit war es für ihn ein Leichtes, mit diesen Kollegen über christliche Werte ins Gespräch zu kommen und nach einer gewissen Kennenlernphase eine – wenn auch noch sehr unregelmäßige – Gebetsgemeinschaft zu haben, in der sie ihre geschäftlichen, aber auch privaten Anliegen im Gebet vor Gott brachten.

1990: Gebetskreis in Oberesslingen

Mitte 1990 zog die Waiblinger Versuchsabteilung (inzwischen EP/FGEV) ins ehemalige AEG-Gebäude nach Oberesslingen, Sirnauer Brücke, um. Dort  erweiterte sich der Kreis um weitere drei Teilnehmer. Einer von ihnen war Dr. Harry Tröster, der früher schon am Untertürkheimer CVJM-Gebetskreis teilnahm. Der Kreis traf sich neun Jahre lang einmal pro Woche in der Mittagspause im Büro von Martin Moser zum gemeinsamen Gebet.

Im Juli 1999 wechselte die komplette Abteilung in das neu erstellte „Mercedes Technology Center (MTC)“ nach Sindelfingen, wo Helmut Keller die wöchentlichen Gebetskreistreffen weiterführte.

GEBETSKREISE IN MÖHRINGEN

1990: Erster Gebetskreis in der Daimler-Zentrale in Möhringen

Ein sonniger Tag im Jahr 1990. Er lädt geradezu dazu ein, die Mittagspause draußen zu verbringen. Viele der Daimler-Mitarbeiter am Standort Möhringen, Epplestraße 225, tun das. Sie genießen es, ein oder auch mehrmals rings um den Campus Möhringen (der damaligen Konzernzentrale) herum zu gehen. Zwei Männer haben ihren Rundgang unterbrochen. Sie sitzen auf einer Parkbank und lesen.

Foto: DaimlerChrysler Headquarters, 08.04.2007 (frei verfügbares Foto aus Wikipedia)

 

Dr. Josef Kurz, Fachreferent für Bilanzabschlüsse im Finanzbereich, hatte es sich zur Gewohnheit gemacht, an einem Tag pro Woche auf das Mittagessen zu verzichten und stattdessen zu beten und in der Bibel oder einer christlichen Schrift zu lesen. Er blickt von seiner Lektüre auf, schielt zu dem Mann neben ihm. Hoppla. Er liest in einem Heft, auf dem das Wort Bibel­studium zu lesen ist. „Eine interessante Lektüre“, sind die ersten Worte. Das angeregte Gespräch mit dem anderen Mann, Günter Kroll, Team­leiter Service Verträge im Bereich After Sales Nutzfahrzeuge, bringt zu Tage, dass beide den Wunsch haben, mit anderen an Jesus gläubigen Kollegen regelmäßig am Standort Möhringen zu beten.

 

Wenige Tage später treffen sich die beiden mit Walter Bauer und Dr. Peter Philipp in dessen Büro (inzwischen von Untertürkheim an den Stand­ort Möhringen verlagert) zum ersten Gebetstreffen in Möhringen. Ein über Jahrzehnte funktionierendes Gebetstreffen ist geboren.

Über die Jahre und Jahrzehnte kamen weitere Teilnehmer hinzu oder gingen wieder weg – sei es, weil sie aus beruflichen Gründen an einen anderen Standort umzogen, weil sich ihre Arbeitszeit oder ihre Prioritäten veränderten oder weil sie das Rentenalter erreicht hatten. Die meiste Zeit traf sich dieser Gebetskreis freitagmorgens von 7:00 bis 8:00 Uhr. Trotz zwischendurch auftretender Hinder­nisse fand sich immer ein Raum, in dem man sich zum Gebet treffen konnte.

Eine Anekdote aus dem Möhringer Gebetskreis

Zeitweise brachte Günter Kroll seine Gitarre mit, um die frühmorgendliche Gebetszeit mit Lobliedern zu beginnen. So auch am Tag, als der damalige Präsident der palästinensischen Autonomiegebiete, Jassir Arafat, der sich vom Terroristen zum Friedensnobelpreisträger hochgearbeitet hatte, Daimler (DaimlerChrysler) besuchte. An diesem Morgen zwängte sich Günter mit seinem großen Gitarrenkoffer durch das Drehkreuz in Möhringen. Der Werkschutzmann an der Pforte hat zwar geguckt, aber nicht genauer hingesehen bzw. nicht reagiert. Im Gitarrenkoffer war eine mächtige Waffe: die Gitarre zur Unterstützung der Beter. Als schließlich der Hubschrauber mit Arafat landete, war die Gebetszeit auch längst schon vorbei, aber das Treffen mit dem Daimler-Vorstand war schon vorbereitet. Das Ergebnis: Die Finanzierung eines Kindergartens im Gazastreifen.

Günter Kroll übergibt Leitung an Nachfolger

Ende Juli 2007 beendete Günter Kroll seine aktive Zeit bei Daimler und wechselte in die passive Phase der Altersteilzeit. Die Leitung des Gebetskreises übertrug er seinem treuen Freund und Gebetsbruder Dr. Josef Kurz. Als Frühaufsteher nahm Günter Kroll aber noch einige weitere Jahre als angemeldeter Besucher an den frühmorgend­lichen Gebeten teil. Dabei versorgte er die Gebetskreisteilnehmer häufig mit den aktuellsten firmenrelevanten Informatio­nen aus der Zeitung, über die dann gebetet wurde.

Nachdem sich Mitte 2015 auch Josef Kurz in den Ruhestand verabschiedete, übernahm Markus Kleppe, Teamleiter Risiko­management Treasury, kurzzeitig die Leitung des Möhringer Freitagskreises.

Weitere Gebetskreise in Möhringen und Vaihingen

Markus Kleppe hatte bereits im Januar 2009 unmittelbar nach seiner Expat-Rückkehr aus Brüssel einen zweiten Gebetskreis in Möhringen gegründet, der sich bis zum heutigen Tage jeden Dienstag über die Mittagszeit trifft. Nach dem Ausscheiden von Josef Kurz Mitte des Jahres 2015 zogen es die übrigen Teilnehmer des frühmorgendlichen Freitagskreises vor, sich dieser neuen Gruppe anzuschließen. Somit löste sich der Freitagmorgen-Kreis nach der Sommerpause des Jahres 2015 vollständig auf.

Unabhängig von dem freitäglichen Früh- und dem dienstäglichen Mittagsgebetskreis existiert in Möhringen schon seit vielen Jahren eine weitere Gebetsgruppe. Diese wird von Iris M. geleitet und trifft sich montagmittags in der Außenstelle Vaihinger Straße 131, Gebäude Häussler Atlanta.

Markus Kleppe wurde Mitte 2018 nach Stuttgart-Vaihingen versetzt, weshalb er die Leitung des größenmäßig gewachsenen Möhringer Dienstagskeises abgeben musste. Sein Nachfolger ist seitdem Carsten Becher, Teamleiter Ausschreibungsmanagement. Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass Markus Kleppe bereits im Herbst 2018 einen Gebetskreis an seinem neuen Standort Vaihingen ins Leben rufen konnte.

Treue zum Möhringer Frühgebetskreis

Im Zusammenhang mit dem Möhringer Frühgebetskreis sei die Ingenieurin Daniela S. erwähnt, die seit der Grün­dung dieses Kreises bis zu dessen Auflösung treu zu den wöchentlichen Früh­gebeten erschien. Wohnhaft in Stuttgart-Ost fuhr sie jeden Freitag­morgen um 6:00 Uhr mit ihrem Fahrrad die ansteigende Strecke nach Möhringen, um dort um 7:00 Uhr am Gebet teilzunehmen und anschließend zur Arbeit nach Sindelfingen ins Produktionswerk weiterzufahren. Das tat sie bei Wind und Wetter – selbst im Winter! Daniela S. schloss sich nach der Auflösung des Möhringer Frühgebetskreises einem Gebetskreis in Sindelfingen an.

SEIT MITTE 1992: REGELMÄSSIGE TREFFEN AUSSERHALB DER FIRMA

Über die Jahre lag Günter Kroll das Gebet für die Firma und den darin arbeitenden Menschen zunehmend stärker auf dem Herzen. So kam es, dass er Mitte 1992 seinen gemeindlichen Hauskreis aufgab und (zusätzlich zu seinem Gebetskreis in Möhringen) einen Firmengebetskreis im eigenen Hause ins Leben rief. Über viele Jahre versammelten sich dort 6 – 8 Daimler-Beter aus unterschiedlichen Daimler-Gebetskreisen im zweimonatlichen Rhythmus.

Man hatte eine Zeit der Anbetung, dankte Gott für alles Positive und tat Fürbitte für die Firma, die Vorstände und die Beschäftigten. Meist feierte man auch das Abendmahl zusammen. Im Gegensatz zu den Treffen in den Firmenräumen war es in privater Umgebung leichter möglich, den Lobpreis musikalisch zu gestalten. Nach Abschluss des geistlichen Programms aß man noch gemeinsam zu Abend, pflegte Gemeinschaft miteinander und tauschte sich untereinander aus. Derartige Treffen außerhalb der Firma finden bis heute statt, jedoch seit ca. 2013 an einem anderen Ort.

GEBETSKREISE IN UNTERTÜRKHEIM

1993: Erster Gebetskreis im Werk Untertürkheim

Völlig unabhängig von den Aktivitäten im Untertürkheimer CVJM-Heim, in der Möhringer Zentrale, in Waiblingen und Oberesslingen ergriffen im Herbst 1992 einige Christen aus dem Werk Untertürkheim die Initiative, im firmeninternen Weiterbildungs­programm auf eine christliche Interessen­gemeinschaft außerhalb der Arbeitszeit hinzuweisen. Dies führte dazu, dass sich weitere Christen meldeten und Anfang 1993 der erste Gebetskreis auf dem Werksgelände in Untertürkheim stattfand. Dieser trifft sich bis zum heutigen Tage wöchentlich vor der Arbeitszeit um 6:45 Uhr unter der Leitung von Ekkehard K. und Wilfried O.. Die Kollegen Christoph Burckhardt und Hans Pracht aus dem Untertürkheimer CVJM-Gebetskreis schlossen sich nach dessen Auflösung dieser Gruppe an. Auch weitere Personen, die früher an den Treffen im CVJM-Vereins­haus teil­nahmen, waren dort anzutreffen. Adolf Graf, der inzwischen seinen Vorruhestand angetreten hatte, vollzog diesen Wechsel nicht mehr.

Weitere Gebetskreise in Untertürkheim

Gebetskreis in Untertürkheim, Gebäude 136
während der Mittagspause
Leitung: Chantalle W.

Gebetskreis in Untertürkheim, Gebäude 119
während der Mittagspause
Leitung: David H.

Gebetskreis in Untertürkheim, Gebäude 129/10
während der Mittagspause
Leitung: Benjamin O.

GEBETSKREISE IN SINDELFINGEN

Seit 1998: Gebetsspaziergänge auf dem Werksgelände

Um das Jahr 1998 gab es im Bau 46 des Produktionswerkes Sindelfingen (Werk 50) eine Gruppe von Christen, die sich regelmäßig in den Pausen traf. Es wurde viel füreinander gebetet. All dies war durch Sonja K., eine brennende Christin, initiiert worden, die überall Jesus bezeugte. Einige Menschen entschieden sich dort für ein Leben mit Jesus. Auch Helmut E. schloss sich diesen Christen an, die aus den verschiedensten Gemeinden kamen.

Während dieser Zusammenkünfte lernte Helmut E. den Kollegen Fritz H. kennen. Etwa im Jahr 1999 begannen diese beiden, in ihrer Mittagspause zwischen den Produktionshallen über das Werksgelände zu marschieren und miteinander für die Firma und die Menschen zu beten. Sonja K. verließ das Unternehmen etwa um diese Zeit.

Im Jahre 2004 übernahm David H. zusammen mit Christoph M. die Leitung dieses sich auf dem freien Werksgelände treffenden Gebetskreises und koordinierte die wöchentlichen Treffen acht Jahre lang.

Als David H. im Jahre 2012 nach Untertürkheim wechselte, ging die Leitung an Christoph Eisele über, der diesen Kreis weitere 6 Jahre bis Oktober 2018 koordinierte. Da die Arbeitsstelle von Christoph Eisele im Oktober 2018 in die Schlosshofstraße verlagert wurde, ist seit dieser Zeit Helmut E. für die Gebetsgruppe im Freien verantwortlich.

In all den Jahren kamen immer wieder neue Leute hinzu, die es auch auf dem Herzen hatten, für die Firma und die darin arbeitenden Menschen zu beten. Es ist sehr ermutigend, in der Rückschau zu sehen, was Gott Großes getan hat.

Es existiert auch noch ein Gebetskreis im Gebäude 7/1 des Produktionswerks 50, der von Thomas K. koordiniert wird und sich über die Mittagszeit trifft. Mangels verfügbarer Teilnehmer findet dieser aber nur sporadisch statt.

Seit 1999: Gebetskreise im Mercedes Technology Center (MTC)

Gebetskreis in Geb. 50/1 in der Mittagspause

Mitte 1999 zog die Vorentwicklungsabteilung „Systementwicklung Fahrfunktionen“, in der Dr. Helmut Keller seinerzeit als Teamleiter für „Control Systems Design“ zuständig war, von Oberesslingen in das gerade fertig gestellte „Mercedes Technology Center“ in Sindelfingen um. Da alle Teilnehmer des Oberesslinger Gebetskreises gleichzeitig mit umzogen, konnten die Gebetstreffen dort zunächst mit der gleichen Mannschaft weitergeführt werden. Man trifft sich dort bis zum heutigen Tag einmal wöchenlich zum Gebet, und zwar jeden Montag in der Mittagspause in einem um diese Zeit leer stehenden Besprechungszimmer des Gebäudes 50/1.

Nun zogen aber noch viele weitere Abteilungen aus den verschiedensten Stuttgarter Standorten in das neu erbaute MTC in Sindelfingen. So kam es, dass Helmut Keller zahlreiche weitere Christen aus anderen Abteilungen und Bereichen kennenlernte, die er mit zu den wöchentlichen Gebetsrunden einlud. Die Anzahl der Gebetskreisteilnehmer stieg dadurch weiter an.

Gebetskreis in Geb. 50/1 vor Arbeitsbeginn

Da es einige Teilnehmer gab, die eine Gebetszeit morgens vor Arbeitsbeginn vorzogen, gründete Helmut Keller im Jahre 2004 einen Früh-Gebetskreis, der bis heute jeden Donnerstag um 7:00 Uhr im Gebäude 50/1 im gleichen Besprechungszimmer wie der Montagskreis zusammenkommt.

Beide Gebetskreise leitete Helmut Keller bis zum Ende seiner aktiven Zeit bei Daimler im Juli 2017. Aufgrund der vielen positiven Erfahrungen und Gebetserhörungen, die die Teilnehmer dort über die Jahre erleben durften, war es ein Leichtes, geeignete Nachfolger zu finden, die die Leitung der beiden Kreise mit Freude und viel Eigeninitiative übernahmen. So wird seit August 2017 der Montagskreis von Hannes A. und der Donnerstagskreis von Reiner M. weitergeleitet. Insbesondere der Montagskreis erfreut sich einer regen Teilnahme und ist in der Zwischenzeit weiter gewachsen.

 

Gebetskreis in Gebäude 26, Ebene 0
während der Mittagspause
Leitung: Johannes W.

Gebetskreis in Gebäude 26, Ebene 4
während der Mittagspause
Leitung: Rüdiger S.

 

Gebetskreis in Gebäude 20/1
während der Mittagspause
Leitung: Michael R.

Weitere Gebetskreise in Sindelfingen

Gebetskreis in der Schlosshofstraße 3, Gebäude 446
während der Mittagspause
Leitung: Christoph E.

Gebetskreis in der Fronäckerstraße 40, Haus Beuttler
während der Mittagspause
Leitung: Walter W.

GEBETSKREIS IN HEDELFINGEN

2006: Mehrmals täglich Gebetstreff in der Getriebmontage in Hedelfingen

GEBETSKREISE AN ANDEREN DEUTSCHEN STANDORTEN

Gebetskreis in Stuttgart-Feuerbach, Gospel-Forum, Junghansstr. 7-9
während der Mittagspause
Leitung: Anette K.

Zur Entstehung dieses Gebetskreises:
In seiner Zeit als Senior Expert (vulgo: Space Cowboy) auf dem Pragsattel (Stuttgart-Feuerbach) spielte Dr. Josef Kurz eine weitere Rolle in Bezug auf die Entstehung von Firmengebetskreisen bei Daimler. Dort konnte er Mitte 2016 zusammen mit Anette K., verantwortlich für Auswertungen und Reporting, den Gebetskreis am Pragsattel gründen.

Seit Mitte 2018 trifft sich dieser Kreis, der anfangs direkt in Büroräumen der Mercedes-Benz Bank zusammen kam, im nahe gelegenen Gospel Forum. Der Hauptgrund dafür liegt darin, dass man dort ungestört singen und Gitarre spielen kann und so eine gute Einstimmung fürs Gebet hat.

 

Gebetskreis in Fellbach-Schmiden, Salierstraße 43, Geb. 43
während der Mittagspause
Leitung: Manfred N.

Gebetskreis in Wangen, Viehwasen 55, Geb. Berberich
nach Absprache
Leitung: Gabriele O.

Gebetskreis in Wangen, Hedelfinger Straße 58
nach Absprache
Leitung: Hans-Peter S.

Gebetskreis in Mettingen, Emil-Kessler-Straße 4, Gebäude 5
während der Mittagspause
Leitung: Gotthardt L.

Gebetskreis in Esslingen-Pliensauvorstadt, Geb. Roser
während der Mittagspause
Leitung: Yahkub B.

Gebetskreis in Stuttgart-Fasanenhof
während der Mittagspause
Leitung: Ellen C.

Gebetskreis im MB Logistik-Center Reutlingen
während der Mittagspause
Leitung: Markus W.

Gebetskreis in Böblingen, Leibnizstr. 2, smart-Areal, Geb. 11
während der Mittagspause
Leitung: Hans-Georg O.

Gebetskreis in Böblingen-Hulb, Hanns-Klemm-Str. 5, Atrium
während der Mittagspause
Leitung: Andreas W.

Gebetskreis in Böblingen-Hulb, Schickardstraße 30, Geb. 760
während der Mittagspause
Leitung: Daniela V.

Gebetskreis in Rastatt, Besprechungscontainer MFA2 Z1
während der Mittagspause
Leitung: Thomas K.

Gebetskreis in Bremen, Mercedesstraße 1, Geb. 66
nach Arbeitsende
Leitung: Wolfgang M.

SEIT NOVEMBER 2016: RENTNER-GEBETSKREIS

Seit dem 10. Daimler Christen Treffen im Herbst 2015 mit dem Thema „Open Your Mind & Your Heart” bewegte den Ruheständler Ekhard M. der Gedanke, aus Dankbarkeit zu seiner Firma einen Rentner-Gebetskreis zu gründen. Unter anderem verdanke er seiner Firma ja seine monatliche Daimler-Betriebsrente.

Beim 11. Daimler Christen Treffen mit dem inspirierenden Vortrag von Johannes Hartl (Gebetshaus Augsburg) und dem Thema „Mit dem Herrn unterm Stern” suchte er direkt im Anschluss an die Veranstaltung beim Buffet nach Verbündeten, die sein Vorhaben unterstützten. Von vier befreundeten Rentnern erhielt er eine Zusage, und schon war im November 2016 der erste Daimler-Rentner-Gebetskreis gegründet.

Momentan betet die Vierergruppe über eine Telefonkonferenzschaltung. Sobald jedoch die technischen Voraussetzungen bei jedem der Teilnehmer gegeben sind, haben sie vor, über ein internetbasiertes Videokonferenzsystem in Ton und Bild zu kommunizieren.

HOPE GROUP IN PEKING (CHINA)

März 2013: Gründung der Hope Group

Dr. Siegmar Haasis, der von 2010 bis 2013 als CIO (Chief Information Officer) Overseas & Greater China mit IT-Verantwortung für 15 asiatische Märkte, schrieb im Oktober 2012 eine E-Mail an Helmut Keller, in der er mitteilte, dass er in diesem Jahr nicht am traditionellen Daimler-Christen-Treffen teilnehmen könne. In dieser Mail übermittelte er auch die Nachricht, dass er nach intensivem Gebet und mutmachenden Gesprächen mit internationalen Kollegen den Entschluss gefasst habe, in Peking einen christlichen Gesprächs- und Gebetskreis zu gründen und regelmäßige Christen-Treffen zu veranstalten.

Im März 2013 war es dann soweit. Siegmar Haasis und sein damaliger Assistent Christoph Wege hatten die „Hope Group“, eine bunt gemischte Gruppe von Christen aus Asien, Amerika und Europa, gegründet. Seitdem trifft man sich einmal wöchentlich in der Mittagszeit im Daimler Tower in Peking zum geistlichen Austausch, zum Gebet und zu Gesprächen.

Daimler Tower in Peking (Foto: Christoph Wege, 2014)

 

 

Hope Group Peking (Foto: Christoph Wege, 2017)

Kontinuität trotz zweifachem Leiterwechsel

Im August 2013 kehrte Siegmar Haasis nach Deutschland zurück und Christoph Wege führte den Gebetskreis weiter. Insgesamt war Christoph Wege 4,5 Jahre für die Hope Group verantwortlich, bis auch er Ende 2017 den Standort Peking verließ und nach Legnica (Polen) wechselte. Seit Dezember 2017 wird die Gruppe von Xiaoyu Chen geleitet. Sie besteht inzwischen aus 9 Personen, die die wöchentlichen Treffen mit vorbereiten und den Lobpreis aktiv mitgestalten.

Beim 12. Daimler-Christen-Treffen im November 2017 war die Hope Group live über Skype zugeschaltet. Obwohl es in China schon nach Mitternacht war, ließen es sich die chinesischen Kolleg/innen nicht nehmen, der Veranstaltung zu folgen und sogar aktiv daran teilzunehmen. Sie richteten ein ermutigendes Grußwort an die deutschen Teilnehmer und verfolgten einen Großteil der mehrstündigen Veranstaltung von Peking aus live mit.

 

12. Daimler-Christen-Treffen - Hope Group live aus Beijing (China)

Hope Group aus Peking, Live-Übertragung nach Deutschland (Foto: Reiner Maul, 2017)

 

 

Im Dezember 2018 schrieb Xiaoyu:

Wir erlebten ein gesegnetes Jahr, in dem Gott unseren Firmengebetskreis nutzte, um unseren Glauben zu festigen und sogar einige (Ungläubige) mit hineinzubringen. Kürzlich nahm eine Frau, die vor einigen Jahren von Großbritannien nach Peking zurückkehrte, an unserem Gebetskreis teil. Während ihrer Zeit in Großbritannien hatte sie die Kirche besucht, hier in Peking jedoch nicht mehr. Nachdem sie einige Donnerstage an unserem Gebetskreis teilgenommen hatte, sagte sie, dass ihre Beziehung zu Gott wieder neu gefestigt worden und sie ihm näher gekommen sei. Sehr begeistert teilte sie uns eines Donnerstags mit, dass sich eines ihrer Gebetsanliegen erfüllt habe, nachdem wir für sie gebetet hatten. Inzwischen besuchte sie sogar den sonntäglichen Gottesdienst, zu dem ich sie einlud.

GEBETSKREISE IN TUSCALOOSA (ALABAMA/USA)

Seit 2013: Bibelstudium am Produktionsstandort Tuscaloosa

Joseph C. leitet am Produktionsstandort MBUSI (Mercedes-Benz U.S. International) in Tuscaloosa (Alabama/USA) seit 2013 einen Bibelkreis (siehe Foto), zu dem man sich wöchentlich während der Mittagspausen trifft.

Foto: Joseph Cox, 2015

Seit 2014: Männergruppe am Produktionsstandort Tuscaloosa

Auch David Reeves arbeitet seit 2008 am Produktionsstandort MBUSI in Tuscaloosa (Alabama/USA), und zwar als Prozess-Ingenieur für Montageabläufe in der Funktion eines Montage-Gruppenleiters. Über seine Gemeinde, die „Church of the Highlands“ in Birmingham (Alabama) wurde er ermutigt, Männer in eine tiefere Glaubensbeziehung zu Jesus Christus zu führen, wo immer er von Gott hingestellt würde. Somit lag es für ihn nahe, am Arbeitsplatz anzufangen.

Im Januar 2014 begann David Reeves eine Männer-Kleingruppe zu leiten, ähnlich einem in der Fima existierenden Bibelkreis, zu dem man sich seit 2013 wöchentlich während der Mittagspausen trifft. Dort behandelte die Gruppe verschiedene Themen, die in der Regel auf biblisch orientierten Führungseigenschaften basierten. Ein oder zwei Semester fokussierte sich die Gruppe darauf, ein stärkerer Mann Gottes zu werden. Die Gruppe variierte in der Größe, in der Regel waren es etwa 10 Männer.

Über eine E-Mail-Kampagne, die 2014 von einem ehemaligen Kollegen initiiert wurde, verteilt die Männergruppe darüber hinaus wichtige Gebetsanliegen über die Organisation. Ein Fokus dieser E-Mail-Kampagne besteht darin, dafür zu beten, dass das Management vom Heiligen Geist geleitet wird, um die bestmöglichen und weisesten Entscheidungen zu treffen. Zitat von David: „Wir haben hier Veränderungen zum Besseren gesehen, seit wir zu beten begannen, und wir glauben, dass Gott darin eine Rolle spielte.“

2017: Botschaft von David Reeves über Live-Verbindung

Im Rahmen des Daimler-Christen-Treffens in 2017 war David Reeves über eine Internet-Verbindung live angebunden (siehe Foto). Zu den deutschen Teilnehmern sprach er Folgendes:

„Ich möchte jeden in dieser Daimler-Christen-Versammlung ermutigen, den Glauben an Jesus stark zu halten. Jesus wünscht sich eine persönliche Beziehung mit dir, und deine einfache Antwort ist einfach nur, für ihn zu leben. All meine Freude kommt dadurch, dass ich Jesus kenne – nicht von meinem Job, nicht von meinen Hobbies oder von irgendetwas, was die Welt bietet. Wenn ich auf diese Welt vertraue, weiß ich, dass ich enttäuscht sein werde. Ich weiß, dass Jesus mich nie untergehen lassen wird und dass ich all mein Vertrauen auf ihn setzen kann. Bitte, lebe Deinen Glauben bei Deiner Arbeit aus! Er wird dir einen positiven Geist geben und Freude, die du nie erlebt hast. Erinnere dich an das, was in Kolosser 3:23 steht: ‚Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen.‘ Gebt Gott die Ehre dadurch, wie ihr euch bei der Arbeit verhaltet. Ich ermutige dich auch, für deine Führungskräfte zu beten. Bei uns ist es so, dass jeder täglich für seinen Temleiter (E4), Abteilungsleiter (E3), Centerleiter (E2) und Direktor (E1) betet.“

Auf die Frage nach einem Zeugnis oder einer Erfahrung mit der Männergruppe sei, antwortete David:
„Ich würde sagen, dass ich selbst das beste Zeugnis geben kann: Ich habe so viel von den anderen Männern gelernt. Ein besserer Ehemann und Vater werde ich dadurch, dass ich die Arbeit hinter meine Familie stelle (was immer schwer für mich ist) und ich meinen Glauben an Jesus vertiefe.“

Im Jahr 2017 wurde David Reeves zum Teamleiter für ein neues Team mit der Bezeichnung ‚Montage Einführung‘ ernannt.

12. Daimler-Christen-Treffen - David R. live aus Alabama (USA)

Foto: Reiner Maul, 2017

GEBETSKREISE IN DETROIT (MICHIGAN/USA) UND PORTLAND (OREGON/USA)

Seit 2016: Gebetskreis bei der Detroit Diesel Corporation in Detroit

Ilyas Y. wechselte im Jahr 2016 von Untertürkheim zur ‚Detroit Diesel Corporation (DDC)‘ in Detroit (Michigan/USA), um dort für drei Jahre als Expat zu arbeiten. Bald lernte er an seinem neuen Standort in Detroit gläubige Kollegen kennen. Da er die Gebetskreise von Stuttgart her kannte, folgte er in 2016 dem deutschen Beispiel und gründete auch am Standort Detroit einen Gebetskreis.

Über mehr als zwei Jahre war Dean F. dort ein treuer Gebetskreisteilnehmer. Deshalb übertrug Ilyas die Leitung des Gebetskreises an Dean, bevor er selbst im September 2018 wieder nach Deutschland zurückkehrte. Seitdem lädt Dean F. zu den wöchentlichen Gebetsrunden ein.

Gebetskreis bei Daimler Trucks North America Headquarters in Portland

Auch am Standort „Daimler Trucks North America Headquarters“ in Portland (Oregon/USA) existiert seit Jahren ein Gebetskreis. Volker Fliehmann, ein ehemaliger Mitarbeiter aus dem Truck-Bereich in Untertürkheim, konnte diesen Kreis im Jahr 2014 während eines Auslandsaufenthalts kennenlernen.

GEBETSKREISE IN BANGALORE (INDIEN) UND LEGNICA (POLEN)

Seit Dezember 2017: Gebetskreis in Bangalore

Durch seine Zusammenarbeit mit den indischen Kollegen von MBRDI (Mercedes-Benz Research & Development India) in Bangalore lernte das Eberhard B., Mitglied eines Sindelfinger Gebetskreises, die indische Christin Liz S. kennen. Beeindruckt über ihren tiefen Glauben und die Tatsache, dass bei MBRDI in Bangalore noch mehr Christen beschäftigt sind, berichtete er ihr über die bei Daimler existierenden Gebetskreise und motivierte sie, doch auch in Banaglore einen Gebetskreis zu gründen.

Am 15. Dezember 2017 machte er die freudige Mitteilung, dass Liz S. Anfang Dezember 2017 einen Gebetskreis in Bangalore gegründet hatte, bei dem sie sich zu viert treffen. Da Eberhard B. zu diesem Zeitpunkt gerade vor Ort bei MBRDI war, konnte er das erste Treffen sogar live miterleben. Mangels leerstehendem Besprechungszimmer treffen sich die indischen Kollegen im Vorraum eines Treppenhauses.

Da Liz S. im November 2018 für drei Wochen in Sindelfingen war, konnte sie am 13. Daimler-Christen-Treffen in Weinstadt-Beutelsbach teilnehmen und dort einen aktiven Beitrag leisten.

Seit August 2018: Gebetskreis in Legnica

Anfang 2018 wechselte Christoph Wege, der bis Ende 2017 den Gebetskreis (Hope Group) in Peking leitete (siehe oben), zu „Mercedes-Benz Manufacturing Poland“ nach Legica in Polen. Kaum hatte er an seinem neuen Standort Fuß gefasst, startete er dort im August 2018 bereits einen Bibel- und Gebetskreis, der sich wöchentlich in der Mittagszeit trifft. Wenn die Runde auch noch recht überschaubar ist – der Kreis ist initiiert.

ÜBERSICHT ÜBER GEBETSKREISE BEI DAIMLER

Daimler-Gebetskreise in Deutschland und weltweit, Stand 11/2018

Christen bei Daimler Gebetskreise Deutschland.jpg

Gebetskreise im Großraum Stuttgart
und Deutschland

Christen bei Daimler Gebetskreise Weltweit

Gebetskreise weltweit

Gesamtübersicht über die Gebetskreise bei Daimler, Stand 11/2018

AUF DEN SPUREN GOTTLIEB DAIMLERS

Das erste vierrädrige Automobil der Welt

Wir schreiben das Jahr 1886. Eine neue Erfindung wird die Welt verändern. Erstmalig präsentiert der im beschaulichen Schorndorf geborene Gottlieb Daimler einen fahrenden Wagen ohne Pferde –  seine „Motorkutsche“ mit dem von ihm erfundenen schnelllaufenden Benzinmotor. Dieser Motorwagen gilt als das erste vierrädrige Automobil der Welt. Mit Carl Benz, der zeitgleich einen dreirädrigen Motorwagen konstruierte, gelten Daimler und Benz als die Pioniere des Automobilbaus am Ende des 19. Jahrhunderts.

Gottlieb Daimler

Gottlieb Daimler, 1834 - 1900

Bibelvers zur Konfirmation

„Bleibe bei dem, was du gelernt hast und was dir anvertraut ist.“

2. Tim. 3, 14

Gottlieb Daimler wuchs in einem pietistisch geprägten Elternhaus in Schorndorf auf. Im Frühjahr 1848 wurde er in der Schorndorfer Stadtkirche konfirmiert. Als Konfirmationsspruch wurde ihm der Bibelvers aus 2. Tim. 3, 14 mitgegeben.1 Im Vers 16 heißt es dort weiter: „Denn die Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt.“

Spannungsfeld zwischen Pietismus und liberaler Theologie

Dass „die Schrift von Gott eingegeben“ ist, wurde zur Zeit des jungen Daimlers von liberalen Theologen vehement bekämpft. Allen voran war es David Friedrich Strauß, der 1835 mit seinem Buch „Das Leben Jesu“ die Entmythologisierung der Bibel und der Heilsgeschichte propagierte. Dieses zweibändige Werk mit über 1.400 Seiten wirkte in ganz Europa „wie ein schreckliches Erdbeben“ und wurde von Kritikern als „das meist verdorbene Buch“ bezeichnet, „das die Hölle jemals aus ihrem Rachen spuckte“.2

Während es innerhalb der Kirche und an den Universitäten zur Zeit des jungen Daimlers als schick und wissenschaftlich galt, die göttliche Herkunft der Bibel in Frage zu stellen, prägte in Schorndorf der Pietismus das bürgerliche und kirchliche Leben.3 Der damalige Schorndorfer Spezialsuperindendent (heute Dekan) Friedrich August Baur, vermerkte in seinen Visitationsberichten: „Der Pietismus ist nach Umfang und Einfluss von Bedeutung, er ist für die bürgerliche und kirchliche Gemeinde eine entscheidende Kraft“. Auch der junge Daimler kannte die pietistischen „Stundenleute“, an deren wöchentlichen Versammlungen 200 Bürger (bei einer Stadtbevölkerung von damals 4.000) teilnahmen.

Gottlieb Daimlers Kinder besuchen pietistische Schule

Angetan vom Fleiß und der Gewissenhaftigkeit seiner frommen Landsleute vertraute Daimler später die Erziehung seiner Töchter pietistischen Einrichtungen an. Es war ihm wichtig, „dass jedes seiner Kinder religiös erzogen wird und sich an Gottesdiensten und Kirchenfeiern beteiligt“.4 Die pietistischen Schulen galten damals als sicherer Schutzwall gegen die zersetzenden Einflüsse der modernen Theologie, welche die menschliche Vernunft über Gott stellte. Die Töchter Daimlers waren im pietistischen Internat in Königsfeld im Schwarzwald untergebracht.

Sein Bezug zum christlichen Glauben

Die geistliche Haltung seines Elternhauses, in dem Daimler aufwuchs, wird sichtbar in dem, was seine Großmutter Wilhelmine (gest. 9. Juli 1875) einst an Büchern hinterlassen hatte: Zwei Gesangbücher, eine Bibel und ein „Paradiesgärtlein“, zwei Predigtbücher sowie drei Gebetsbücher, die von verschiedenen pietistischen Pfarrern verfasst waren.

Welche geistlichen Impulse Gottlieb Daimler aus seiner Heimatstadt Schorndorf in die „weite Welt“ mitnahm, wissen wir nicht. Seine Arbeit und Studien führten ihn nach Frankreich und England. Heftige Enttäuschungen mit wichtigen Geschäftspartnern blieben ihm nicht erspart. Mitten in einer kritischen Situation seines Lebensweges schrieb er am 15. März 1872 an seine Frau Emma:

„In solchen Fällen giebt es für uns doch Niemand, der uns besser rathen kann, als der im Himmel wohnet, zu dem wir unsere Blicke aufwärts richten sollen.“

Gottlieb Daimler Brief

Handschriftlicher Brief Gottlieb Daimlers an seine Frau Emma vom 15.03.1872

Sein Grabstein

Am 6. März 1900 starb Gottlieb Daimler in Bad Cannstatt bei Stuttgart und wurde dort auf dem Uff-Kirchhof beerdigt. Auf seinem Grabstein ist „Psalm 37, 6″ eingemeißelt. Die Verse 1-7 des Psalms 37 lauten:

„Entrüste dich nicht über die Bösen, sei nicht neidisch auf die Übeltäter. Denn wie das Gras werden sie bald verdorren, und wie das grüne Kraut werden sie verwelken. Hoffe auf den Herrn und tu Gutes, bleibe im Lande und nähre dich redlich. Habe deine Lust am Herrn; der wird dir alles geben, was dein Herz wünscht. Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird’s wohlmachen und wird deine Gerechtigkeit heraufführen wie das Licht und dein Recht wie den Mittag. Sei stille dem Herrn und warte auf ihn. Entrüste dich nicht über den, dem es gut geht, der seinen Mutwillen treibt.“

Quellennachweise

Die Inhalte dieses Abschnitts sind dem Beitrag „Das Wort Gottes im religiösen Umfeld von Gottlieb Daimler“ von Martin Landmesser entnommen, der 2013 im Mitteilungsblatt der Evangelischen Karmelmission e.V. im Heft 01/13 veröffentlicht wurde. Dort wiederum wird auf die folgenden Quellen verwiesen:

1 Rolf Scheffbuch: „Pietismus an Rems und Murr“. Vortrag gehalten am 17. Mai 1990 – erschienen in: Schriftreihe „typisch im Rems-Murr-Kreis – Wissenswertes über Struktur, Wirtschaft, Kultur und Geschichte“, Waiblingen 1990; Paul Siebertz: Gottlieb Daimler, ein revolutionär der Technik, S. 292, Stuttgart 1950.

2 The Christian Spectator, Bd. VII, S.367, London 1866.

3 Landeskirchliches Archiv Stuttgart, A29-4082 (zitiert bei Rolf Scheffbuch: Das kirchliche Schorndorf um die Mittes des 19. Jahrhunderts – Ein Beitrag zum Daimler Gedenkjahr 1984, Schorndorf 1984).

4 Paul Siebertz: Gottlieb Daimler, ein revolutionär der Technik, S. 301, Stuttgart 1950.

WIE ALLES BEGANN

1978: Männerwochenende im Bernhäuser Forst

Im Februar des Jahres 1978 fand in der Faschingszeit im Bernhäuser Forst ein Jahrestreffen („Stilles Wochenende für Männer“) statt, an dem die drei bei Daimler beschäftigten Männer Dr. Peter Philipp (damals Assistent des Vorstandes für Öffentlichkeitsarbeit), Christoph Burck­hardt und Hans Grefe teilnahmen. Angeregt durch einen Vortrag von Bruder Matthäus von der Communität Christusbruderschaft Selbitz beschlossen diese drei vom Pietismus geprägten Männer, sich einmal wöchentlich vor Arbeitsbeginn zur geistlichen Besinnung zu treffen. Als Leitfaden dienten ihnen die bis heute jährlich erscheinen­den Herrnhuter Losungen, die aus einer Sammlung von kurzen Bibeltexten des Alten und Neuen Testaments bestehen.

1979: Erste Gebete im Vorzimmer des Vorstandes für Öffentlichkeitsarbeit

Die ersten Gebetstreffen fanden nach Ostern 1979 frühmorgens im Werk Untertürkheim statt, und zwar im Vorzim­mer von Dr. Peter Philipp, das um diese Zeit noch unbesetzt war. Die Gebetszeiten im Vorzimmer waren nicht ideal, denn häufig wurden sie durch eingehende Telefonanrufe gestört. Da sich Dr. Philipp außer­dem nicht dem Vorwurf mangelnder Trennung von privaten und geschäftli­chen Aktivitäten aussetzen wollte, suchte die Gruppe nach einem alternativen Gebetsort. Der von Hans Grefe stammende Vorschlag, die katholische Kirche St. Johannes in Unter­türkheim zu nutzen, konnte nicht umgesetzt werden, da deren Tür entgegen anderslautender Auskunft um die frühe Tageszeit nie geöffnet war.

1980: Geistliche Besinnung im Bus MB 206D

Daraufhin machte Christoph Burckhardt den genialen Vorschlag, sein inzwischen für 8 Sitzplätze zugelassenes Campingmobil MB 206D (im Bild mit Hochzeitsdeko) als alternativen Gebetstreffpunkt zu nutzen.

Dieser Vorschlag wurde angenommen. Ab Anfang 1980 parkte Christoph Burckhardt seinen MB 206D einmal wöchentlich morgens um 6:45 Uhr in Untertürkheim in der Kappelbergstraße direkt unterhalb der katholischen Kirche, um sich darin zur geistlichen Besinnung zu treffen. Anschließend trat jeder der Teilnehmer seine Arbeit am Standort Untertürkheim an, der nur wenige hundert Meter weit vom Gebetsort entfernt lag. Der Gebetsbus war für mindestens ein halbes Jahr regelmäßiger Gebetstreffpunkt.

Foto: Christoph Burckhardt, 1980

VOM BUS INS CVJM-HEIM

1980 – 1994: Firmengebet im CVJM-Heim in Untertürkheim

 

Als der MB-Bus für die Beter zu klein wurde, kam im Sommer 1980 durch Vermittlung des Untertürkheimer CVJM-Mitglieds Walter Zaiss die Anfrage an den Hausvater des CVJM-Vereins­hauses, Adolf Graf (ebenfalls Daimler-Mitarbeiter und wohnhaft im CVJM-Heim in Untertürkheim), ob sich eine kleine Gruppe von Daimler-Mitarbeitern morgens in einem Raum des Vereins­hauses zum Gebet treffen dürfte. In Abstimmung mit dem damaligen CVJM-Vorstand Martin Bofinger konnte dafür die Zusage gegeben werden.

Foto: Adolf Graf, 1981

 

So trafen sich ab 1980 bis 1994 jeden Montagmorgen von 6:50 bis 7:30 Uhr etwa 8 Personen zu geistlicher Besinnung unter dem Wort Gottes und Gebet, bevor sie sich auf den Weg zu ihren Arbeitsplätzen mach­ten. Adolf Graf schloss sich spontan an. Die Teilnehmer gehörten Be­reichen der Zentrale, des Werkes Untertürkheim und des Versuchs an:

Bauer, Walter  Abt. VDZ/RARLeinfelden-Echterdingen
Burckhardt, ChristophAbt. V1KAKernen-Rommelshausen
Graf, AdolfAbt. ZEW/TLStuttgart-Untertürkheim
Grefe, HansAbt. E2PT      Allmersbach im Tal
Neumeier, Johann Abt. ZEW/TNStuttgart-Untertürkheim
Philipp, Dr. PeterAbt. ÖVW/W Remshalden-Grunbach
Scheihing, Marliese(Gast) Stuttgart-Untertürkheim
Thudium, RudiAbt. ZKD/TP4Waiblingen-Beinstein

 

Kurze Zeit später schlossen sich die Herren Dr. Harry Tröster und Hans Pracht dieser Gruppierung mit an. In den folgenden Jahren stießen noch weitere Kollegen dazu, so dass insgesamt 28 Personen ständig oder zeitweise teilnahmen. Es war eine Gemeinschaft entstanden, in der sich eine stärkende Zusammen­gehörigkeit im Glauben entwickelt hatte. Das brüderliche „Du“ war bald selbstverständlich, was im Geschäftsleben zur damaligen Zeit keineswegs die Regel war.

Ende November 1994 trafen sich im CVJM-Heim nur noch Christoph Burckhardt, Adolf Graf und Hans Pracht. So fanden die segensreichen Zusammenkünfte im CVJM-Vereinshaus Untertürkheim zwar ein Ende, aber die Gebete gingen an anderen Stellen weiter!

2015: Danksagung an die ‚ersten Firmenbeter‘

Die „ersten Firmenbeter“, von denen sich die meisten aus der Zeit im CVJM-Heim kennen, wurden 2015 im Rahmen des 10. Daimler-Christen-Treffens für ihre segensreiche Vorreiterrolle geehrt. Zehn von ihnen – heute allesamt im Ruhe­stand – waren anwesend.

Von  links nach rechts: Johann Neumeier, Ursula Coderch, Ekhard Moosbrugger, Adolf Graf, Christoph Burckhardt, Bernhard Biehl, Dr. Josef Kurz, Günter Kroll, Dr. Harry Tröster, Dr. Günther Zoll.

Markus Kleppe, Gebetskreisleiter Möhringen (ganz rechts), nahm die Ehrung vor.

Foto: Reiner Maul, 2015

GEBETSKREISE IN WAIBLINGEN UND OBERESSLINGEN

1989: Erste Gebete am Standort Waiblingen

Nach seinen ersten vier Berufsjahren als wissenschaftlicher Assistent an einem Institut der Universität Karlsruhe trat Dr. Helmut Keller am 1. Januar 1987 in die PKW-Versuchs­abteilung V1ZK der damaligen Daimler-Benz AG ein. Diese gehörte dem Fach­bereich V1Z in Untertürkheim an, war aber aus Platznot im Terrot-Gebäude in Waiblingen in der Heerstraße 100 untergebracht. Nach zwei Jahren lernte Helmut Keller dort die Christen Martin Moser, Frank-Werner Mohn und Reinhold Schneckenburger kennen, die interessanterweise in der gleichen Hauptabteilung beschäftigt waren. Somit war es für ihn ein Leichtes, mit diesen Kollegen über christliche Werte ins Gespräch zu kommen und nach einer gewissen Kennenlernphase eine – wenn auch noch sehr unregelmäßige – Gebetsgemeinschaft zu haben, in der sie ihre geschäftlichen, aber auch privaten Anliegen im Gebet vor Gott brachten.

1990: Gebetskreis in Oberesslingen

Mitte 1990 zog die Waiblinger Versuchsabteilung (inzwischen EP/FGEV) ins ehemalige AEG-Gebäude nach Oberesslingen, Sirnauer Brücke, um. Dort  erweiterte sich der Kreis um weitere drei Teilnehmer. Einer von ihnen war Dr. Harry Tröster, der früher schon am Untertürkheimer CVJM-Gebetskreis teilnahm. Der Kreis traf sich neun Jahre lang einmal pro Woche in der Mittagspause im Büro von Martin Moser zum gemeinsamen Gebet.

Im Juli 1999 wechselte die komplette Abteilung in das neu erstellte „Mercedes Technology Center (MTC)“ nach Sindelfingen, wo Helmut Keller die wöchentlichen Gebetskreistreffen weiterführte.

GEBETSKREISE IN MÖHRINGEN

1990: Erster Gebetskreis in der Daimler-Zentrale in Möhringen

Ein sonniger Tag im Jahr 1990. Er lädt geradezu dazu ein, die Mittagspause draußen zu verbringen. Viele der Daimler-Mitarbeiter am Standort Möhringen, Epplestraße 225, tun das. Sie genießen es, ein oder auch mehrmals rings um den Campus Möhringen (der damaligen Konzernzentrale) herum zu gehen. Zwei Männer haben ihren Rundgang unterbrochen. Sie sitzen auf einer Parkbank und lesen.

Foto: DaimlerChrysler Headquarters, 08.04.2007 (frei verfügbares Foto aus Wikipedia)

 

Dr. Josef Kurz, Fachreferent für Bilanzabschlüsse im Finanzbereich, hatte es sich zur Gewohnheit gemacht, an einem Tag pro Woche auf das Mittagessen zu verzichten und stattdessen zu beten und in der Bibel oder einer christlichen Schrift zu lesen. Er blickt von seiner Lektüre auf, schielt zu dem Mann neben ihm. Hoppla. Er liest in einem Heft, auf dem das Wort Bibel­studium zu lesen ist. „Eine interessante Lektüre“, sind die ersten Worte. Das angeregte Gespräch mit dem anderen Mann, Günter Kroll, Team­leiter Service Verträge im Bereich After Sales Nutzfahrzeuge, bringt zu Tage, dass beide den Wunsch haben, mit anderen an Jesus gläubigen Kollegen regelmäßig am Standort Möhringen zu beten.

 

Wenige Tage später treffen sich die beiden mit Walter Bauer und Dr. Peter Philipp in dessen Büro (inzwischen von Untertürkheim an den Stand­ort Möhringen verlagert) zum ersten Gebetstreffen in Möhringen. Ein über Jahrzehnte funktionierendes Gebetstreffen ist geboren.

Über die Jahre und Jahrzehnte kamen weitere Teilnehmer hinzu oder gingen wieder weg – sei es, weil sie aus beruflichen Gründen an einen anderen Standort umzogen, weil sich ihre Arbeitszeit oder ihre Prioritäten veränderten oder weil sie das Rentenalter erreicht hatten. Die meiste Zeit traf sich dieser Gebetskreis freitagmorgens von 7:00 bis 8:00 Uhr. Trotz zwischendurch auftretender Hinder­nisse fand sich immer ein Raum, in dem man sich zum Gebet treffen konnte.

Eine Anekdote aus dem Möhringer Gebetskreis

Zeitweise brachte Günter Kroll seine Gitarre mit, um die frühmorgendliche Gebetszeit mit Lobliedern zu beginnen. So auch am Tag, als der damalige Präsident der palästinensischen Autonomiegebiete, Jassir Arafat, der sich vom Terroristen zum Friedensnobelpreisträger hochgearbeitet hatte, Daimler (DaimlerChrysler) besuchte. An diesem Morgen zwängte sich Günter mit seinem großen Gitarrenkoffer durch das Drehkreuz in Möhringen. Der Werkschutzmann an der Pforte hat zwar geguckt, aber nicht genauer hingesehen bzw. nicht reagiert. Im Gitarrenkoffer war eine mächtige Waffe: die Gitarre zur Unterstützung der Beter. Als schließlich der Hubschrauber mit Arafat landete, war die Gebetszeit auch längst schon vorbei, aber das Treffen mit dem Daimler-Vorstand war schon vorbereitet. Das Ergebnis: Die Finanzierung eines Kindergartens im Gazastreifen.

Günter Kroll übergibt Leitung an Nachfolger

Ende Juli 2007 beendete Günter Kroll seine aktive Zeit bei Daimler und wechselte in die passive Phase der Altersteilzeit. Die Leitung des Gebetskreises übertrug er seinem treuen Freund und Gebetsbruder Dr. Josef Kurz. Als Frühaufsteher nahm Günter Kroll aber noch einige weitere Jahre als angemeldeter Besucher an den frühmorgend­lichen Gebeten teil. Dabei versorgte er die Gebetskreisteilnehmer häufig mit den aktuellsten firmenrelevanten Informatio­nen aus der Zeitung, über die dann gebetet wurde.

Nachdem sich Mitte 2015 auch Josef Kurz in den Ruhestand verabschiedete, übernahm Markus Kleppe, Teamleiter Risiko­management Treasury, kurzzeitig die Leitung des Möhringer Freitagskreises.

Weitere Gebetskreise in Möhringen und Vaihingen

Markus Kleppe hatte bereits im Januar 2009 unmittelbar nach seiner Expat-Rückkehr aus Brüssel einen zweiten Gebetskreis in Möhringen gegründet, der sich bis zum heutigen Tage jeden Dienstag über die Mittagszeit trifft. Nach dem Ausscheiden von Josef Kurz Mitte des Jahres 2015 zogen es die übrigen Teilnehmer des frühmorgendlichen Freitagskreises vor, sich dieser neuen Gruppe anzuschließen. Somit löste sich der Freitagmorgen-Kreis nach der Sommerpause des Jahres 2015 vollständig auf.

Unabhängig von dem freitäglichen Früh- und dem dienstäglichen Mittagsgebetskreis existiert in Möhringen schon seit vielen Jahren eine weitere Gebetsgruppe. Diese wird von Iris M. geleitet und trifft sich montagmittags in der Außenstelle Vaihinger Straße 131, Gebäude Häussler Atlanta.

Markus Kleppe wurde Mitte 2018 nach Stuttgart-Vaihingen versetzt, weshalb er die Leitung des größenmäßig gewachsenen Möhringer Dienstagskeises abgeben musste. Sein Nachfolger ist seitdem Carsten Becher, Teamleiter Ausschreibungsmanagement. Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass Markus Kleppe bereits im Herbst 2018 einen Gebetskreis an seinem neuen Standort Vaihingen ins Leben rufen konnte.

Treue zum Möhringer Frühgebetskreis

Im Zusammenhang mit dem Möhringer Frühgebetskreis sei die Ingenieurin Daniela S. erwähnt, die seit der Grün­dung dieses Kreises bis zu dessen Auflösung treu zu den wöchentlichen Früh­gebeten erschien. Wohnhaft in Stuttgart-Ost fuhr sie jeden Freitag­morgen um 6:00 Uhr mit ihrem Fahrrad die ansteigende Strecke nach Möhringen, um dort um 7:00 Uhr am Gebet teilzunehmen und anschließend zur Arbeit nach Sindelfingen ins Produktionswerk weiterzufahren. Das tat sie bei Wind und Wetter – selbst im Winter! Daniela S. schloss sich nach der Auflösung des Möhringer Frühgebetskreises einem Gebetskreis in Sindelfingen an.

SEIT MITTE 1992: REGELMÄSSIGE TREFFEN AUSSERHALB DER FIRMA

Über die Jahre lag Günter Kroll das Gebet für die Firma und den darin arbeitenden Menschen zunehmend stärker auf dem Herzen. So kam es, dass er Mitte 1992 seinen gemeindlichen Hauskreis aufgab und (zusätzlich zu seinem Gebetskreis in Möhringen) einen Firmengebetskreis im eigenen Hause ins Leben rief. Über viele Jahre versammelten sich dort 6 – 8 Daimler-Beter aus unterschiedlichen Daimler-Gebetskreisen im zweimonatlichen Rhythmus.

Man hatte eine Zeit der Anbetung, dankte Gott für alles Positive und tat Fürbitte für die Firma, die Vorstände und die Beschäftigten. Meist feierte man auch das Abendmahl zusammen. Im Gegensatz zu den Treffen in den Firmenräumen war es in privater Umgebung leichter möglich, den Lobpreis musikalisch zu gestalten. Nach Abschluss des geistlichen Programms aß man noch gemeinsam zu Abend, pflegte Gemeinschaft miteinander und tauschte sich untereinander aus. Derartige Treffen außerhalb der Firma finden bis heute statt, jedoch seit ca. 2013 an einem anderen Ort.

GEBETSKREISE IN UNTERTÜRKHEIM

1993: Erster Gebetskreis im Werk Untertürkheim

Völlig unabhängig von den Aktivitäten im Untertürkheimer CVJM-Heim, in der Möhringer Zentrale, in Waiblingen und Oberesslingen ergriffen im Herbst 1992 einige Christen aus dem Werk Untertürkheim die Initiative, im firmeninternen Weiterbildungs­programm auf eine christliche Interessen­gemeinschaft außerhalb der Arbeitszeit hinzuweisen. Dies führte dazu, dass sich weitere Christen meldeten und Anfang 1993 der erste Gebetskreis auf dem Werksgelände in Untertürkheim stattfand. Dieser trifft sich bis zum heutigen Tage wöchentlich vor der Arbeitszeit um 6:45 Uhr unter der Leitung von Ekkehard K. und Wilfried O.. Die Kollegen Christoph Burckhardt und Hans Pracht aus dem Untertürkheimer CVJM-Gebetskreis schlossen sich nach dessen Auflösung dieser Gruppe an. Auch weitere Personen, die früher an den Treffen im CVJM-Vereins­haus teil­nahmen, waren dort anzutreffen. Adolf Graf, der inzwischen seinen Vorruhestand angetreten hatte, vollzog diesen Wechsel nicht mehr.

Weitere Gebetskreise in Untertürkheim

Gebetskreis in Untertürkheim, Gebäude 136
während der Mittagspause
Leitung: Chantalle W.

Gebetskreis in Untertürkheim, Gebäude 119
während der Mittagspause
Leitung: David H.

Gebetskreis in Untertürkheim, Gebäude 129/10
während der Mittagspause
Leitung: Benjamin O.

GEBETSKREISE IN SINDELFINGEN

Seit 1998: Gebetsspaziergänge auf dem Werksgelände

Um das Jahr 1998 gab es im Bau 46 des Produktionswerkes Sindelfingen (Werk 50) eine Gruppe von Christen, die sich regelmäßig in den Pausen traf. Es wurde viel füreinander gebetet. All dies war durch Sonja K., eine brennende Christin, initiiert worden, die überall Jesus bezeugte. Einige Menschen entschieden sich dort für ein Leben mit Jesus. Auch Helmut E. schloss sich diesen Christen an, die aus den verschiedensten Gemeinden kamen.

Während dieser Zusammenkünfte lernte Helmut E. den Kollegen Fritz H. kennen. Etwa im Jahr 1999 begannen diese beiden, in ihrer Mittagspause zwischen den Produktionshallen über das Werksgelände zu marschieren und miteinander für die Firma und die Menschen zu beten. Sonja K. verließ das Unternehmen etwa um diese Zeit.

Im Jahre 2004 übernahm David H. zusammen mit Christoph M. die Leitung dieses sich auf dem freien Werksgelände treffenden Gebetskreises und koordinierte die wöchentlichen Treffen acht Jahre lang.

Als David H. im Jahre 2012 nach Untertürkheim wechselte, ging die Leitung an Christoph Eisele über, der diesen Kreis weitere 6 Jahre bis Oktober 2018 koordinierte. Da die Arbeitsstelle von Christoph Eisele im Oktober 2018 in die Schlosshofstraße verlagert wurde, ist seit dieser Zeit Helmut E. für die Gebetsgruppe im Freien verantwortlich.

In all den Jahren kamen immer wieder neue Leute hinzu, die es auch auf dem Herzen hatten, für die Firma und die darin arbeitenden Menschen zu beten. Es ist sehr ermutigend, in der Rückschau zu sehen, was Gott Großes getan hat.

Es existiert auch noch ein Gebetskreis im Gebäude 7/1 des Produktionswerks 50, der von Thomas K. koordiniert wird und sich über die Mittagszeit trifft. Mangels verfügbarer Teilnehmer findet dieser aber nur sporadisch statt.

Seit 1999: Gebetskreise im Mercedes Technology Center (MTC)

Gebetskreis in Geb. 50/1 in der Mittagspause

Mitte 1999 zog die Vorentwicklungsabteilung „Systementwicklung Fahrfunktionen“, in der Dr. Helmut Keller seinerzeit als Teamleiter für „Control Systems Design“ zuständig war, von Oberesslingen in das gerade fertig gestellte „Mercedes Technology Center“ in Sindelfingen um. Da alle Teilnehmer des Oberesslinger Gebetskreises gleichzeitig mit umzogen, konnten die Gebetstreffen dort zunächst mit der gleichen Mannschaft weitergeführt werden. Man trifft sich dort bis zum heutigen Tag einmal wöchenlich zum Gebet, und zwar jeden Montag in der Mittagspause in einem um diese Zeit leer stehenden Besprechungszimmer des Gebäudes 50/1.

Nun zogen aber noch viele weitere Abteilungen aus den verschiedensten Stuttgarter Standorten in das neu erbaute MTC in Sindelfingen. So kam es, dass Helmut Keller zahlreiche weitere Christen aus anderen Abteilungen und Bereichen kennenlernte, die er mit zu den wöchentlichen Gebetsrunden einlud. Die Anzahl der Gebetskreisteilnehmer stieg dadurch weiter an.

Gebetskreis in Geb. 50/1 vor Arbeitsbeginn

Da es einige Teilnehmer gab, die eine Gebetszeit morgens vor Arbeitsbeginn vorzogen, gründete Helmut Keller im Jahre 2004 einen Früh-Gebetskreis, der bis heute jeden Donnerstag um 7:00 Uhr im Gebäude 50/1 im gleichen Besprechungszimmer wie der Montagskreis zusammenkommt.

Beide Gebetskreise leitete Helmut Keller bis zum Ende seiner aktiven Zeit bei Daimler im Juli 2017. Aufgrund der vielen positiven Erfahrungen und Gebetserhörungen, die die Teilnehmer dort über die Jahre erleben durften, war es ein Leichtes, geeignete Nachfolger zu finden, die die Leitung der beiden Kreise mit Freude und viel Eigeninitiative übernahmen. So wird seit August 2017 der Montagskreis von Hannes A. und der Donnerstagskreis von Reiner M. weitergeleitet. Insbesondere der Montagskreis erfreut sich einer regen Teilnahme und ist in der Zwischenzeit weiter gewachsen.

 

Gebetskreis in Gebäude 26, Ebene 0
während der Mittagspause
Leitung: Johannes W.

Gebetskreis in Gebäude 26, Ebene 4
während der Mittagspause
Leitung: Rüdiger S.

 

Gebetskreis in Gebäude 20/1
während der Mittagspause
Leitung: Michael R.

Weitere Gebetskreise in Sindelfingen

Gebetskreis in der Schlosshofstraße 3, Gebäude 446
während der Mittagspause
Leitung: Christoph E.

Gebetskreis in der Fronäckerstraße 40, Haus Beuttler
während der Mittagspause
Leitung: Walter W.

GEBETSKREIS IN HEDELFINGEN

2006: Mehrmals täglich Gebetstreff in der Getriebmontage in Hedelfingen

GEBETSKREISE AN ANDEREN DEUTSCHEN STANDORTEN

Gebetskreis in Stuttgart-Feuerbach, Gospel-Forum, Junghansstr. 7-9
während der Mittagspause
Leitung: Anette K.

Zur Entstehung dieses Gebetskreises:
In seiner Zeit als Senior Expert (vulgo: Space Cowboy) auf dem Pragsattel (Stuttgart-Feuerbach) spielte Dr. Josef Kurz eine weitere Rolle in Bezug auf die Entstehung von Firmengebetskreisen bei Daimler. Dort konnte er Mitte 2016 zusammen mit Anette K., verantwortlich für Auswertungen und Reporting, den Gebetskreis am Pragsattel gründen.

Seit Mitte 2018 trifft sich dieser Kreis, der anfangs direkt in Büroräumen der Mercedes-Benz Bank zusammen kam, im nahe gelegenen Gospel Forum. Der Hauptgrund dafür liegt darin, dass man dort ungestört singen und Gitarre spielen kann und so eine gute Einstimmung fürs Gebet hat.

 

Gebetskreis in Fellbach-Schmiden, Salierstraße 43, Geb. 43
während der Mittagspause
Leitung: Manfred N.

Gebetskreis in Wangen, Viehwasen 55, Geb. Berberich
nach Absprache
Leitung: Gabriele O.

Gebetskreis in Wangen, Hedelfinger Straße 58
nach Absprache
Leitung: Hans-Peter S.

Gebetskreis in Mettingen, Emil-Kessler-Straße 4, Gebäude 5
während der Mittagspause
Leitung: Gotthardt L.

Gebetskreis in Esslingen-Pliensauvorstadt, Geb. Roser
während der Mittagspause
Leitung: Yahkub B.

Gebetskreis in Stuttgart-Fasanenhof
während der Mittagspause
Leitung: Ellen C.

Gebetskreis im MB Logistik-Center Reutlingen
während der Mittagspause
Leitung: Markus W.

Gebetskreis in Böblingen, Leibnizstr. 2, smart-Areal, Geb. 11
während der Mittagspause
Leitung: Hans-Georg O.

Gebetskreis in Böblingen-Hulb, Hanns-Klemm-Str. 5, Atrium
während der Mittagspause
Leitung: Andreas W.

Gebetskreis in Böblingen-Hulb, Schickardstraße 30, Geb. 760
während der Mittagspause
Leitung: Daniela V.

Gebetskreis in Rastatt, Besprechungscontainer MFA2 Z1
während der Mittagspause
Leitung: Thomas K.

Gebetskreis in Bremen, Mercedesstraße 1, Geb. 66
nach Arbeitsende
Leitung: Wolfgang M.

SEIT NOVEMBER 2016: RENTNER-GEBETSKREIS

Seit dem 10. Daimler Christen Treffen im Herbst 2015 mit dem Thema „Open Your Mind & Your Heart” bewegte den Ruheständler Ekhard M. der Gedanke, aus Dankbarkeit zu seiner Firma einen Rentner-Gebetskreis zu gründen. Unter anderem verdanke er seiner Firma ja seine monatliche Daimler-Betriebsrente.

Beim 11. Daimler Christen Treffen mit dem inspirierenden Vortrag von Johannes Hartl (Gebetshaus Augsburg) und dem Thema „Mit dem Herrn unterm Stern” suchte er direkt im Anschluss an die Veranstaltung beim Buffet nach Verbündeten, die sein Vorhaben unterstützten. Von vier befreundeten Rentnern erhielt er eine Zusage, und schon war im November 2016 der erste Daimler-Rentner-Gebetskreis gegründet.

Momentan betet die Vierergruppe über eine Telefonkonferenzschaltung. Sobald jedoch die technischen Voraussetzungen bei jedem der Teilnehmer gegeben sind, haben sie vor, über ein internetbasiertes Videokonferenzsystem in Ton und Bild zu kommunizieren.

HOPE GROUP IN PEKING (CHINA)

März 2013: Gründung der Hope Group

Dr. Siegmar Haasis, der von 2010 bis 2013 als CIO (Chief Information Officer) Overseas & Greater China mit IT-Verantwortung für 15 asiatische Märkte, schrieb im Oktober 2012 eine E-Mail an Helmut Keller, in der er mitteilte, dass er in diesem Jahr nicht am traditionellen Daimler-Christen-Treffen teilnehmen könne. In dieser Mail übermittelte er auch die Nachricht, dass er nach intensivem Gebet und mutmachenden Gesprächen mit internationalen Kollegen den Entschluss gefasst habe, in Peking einen christlichen Gesprächs- und Gebetskreis zu gründen und regelmäßige Christen-Treffen zu veranstalten.

Im März 2013 war es dann soweit. Siegmar Haasis und sein damaliger Assistent Christoph Wege hatten die „Hope Group“, eine bunt gemischte Gruppe von Christen aus Asien, Amerika und Europa, gegründet. Seitdem trifft man sich einmal wöchentlich in der Mittagszeit im Daimler Tower in Peking zum geistlichen Austausch, zum Gebet und zu Gesprächen.

Daimler Tower in Peking (Foto: Christoph Wege, 2014)

 

 

Hope Group Peking (Foto: Christoph Wege, 2017)

Kontinuität trotz zweifachem Leiterwechsel

Im August 2013 kehrte Siegmar Haasis nach Deutschland zurück und Christoph Wege führte den Gebetskreis weiter. Insgesamt war Christoph Wege 4,5 Jahre für die Hope Group verantwortlich, bis auch er Ende 2017 den Standort Peking verließ und nach Legnica (Polen) wechselte. Seit Dezember 2017 wird die Gruppe von Xiaoyu Chen geleitet. Sie besteht inzwischen aus 9 Personen, die die wöchentlichen Treffen mit vorbereiten und den Lobpreis aktiv mitgestalten.

Beim 12. Daimler-Christen-Treffen im November 2017 war die Hope Group live über Skype zugeschaltet. Obwohl es in China schon nach Mitternacht war, ließen es sich die chinesischen Kolleg/innen nicht nehmen, der Veranstaltung zu folgen und sogar aktiv daran teilzunehmen. Sie richteten ein ermutigendes Grußwort an die deutschen Teilnehmer und verfolgten einen Großteil der mehrstündigen Veranstaltung von Peking aus live mit.

 

12. Daimler-Christen-Treffen - Hope Group live aus Beijing (China)

Hope Group aus Peking, Live-Übertragung nach Deutschland (Foto: Reiner Maul, 2017)

 

 

Im Dezember 2018 schrieb Xiaoyu:

Wir erlebten ein gesegnetes Jahr, in dem Gott unseren Firmengebetskreis nutzte, um unseren Glauben zu festigen und sogar einige (Ungläubige) mit hineinzubringen. Kürzlich nahm eine Frau, die vor einigen Jahren von Großbritannien nach Peking zurückkehrte, an unserem Gebetskreis teil. Während ihrer Zeit in Großbritannien hatte sie die Kirche besucht, hier in Peking jedoch nicht mehr. Nachdem sie einige Donnerstage an unserem Gebetskreis teilgenommen hatte, sagte sie, dass ihre Beziehung zu Gott wieder neu gefestigt worden und sie ihm näher gekommen sei. Sehr begeistert teilte sie uns eines Donnerstags mit, dass sich eines ihrer Gebetsanliegen erfüllt habe, nachdem wir für sie gebetet hatten. Inzwischen besuchte sie sogar den sonntäglichen Gottesdienst, zu dem ich sie einlud.

GEBETSKREISE IN TUSCALOOSA (ALABAMA/USA)

Seit 2013: Bibelstudium am Produktionsstandort Tuscaloosa

Joseph C. leitet am Produktionsstandort MBUSI (Mercedes-Benz U.S. International) in Tuscaloosa (Alabama/USA) seit 2013 einen Bibelkreis (siehe Foto), zu dem man sich wöchentlich während der Mittagspausen trifft.

Foto: Joseph Cox, 2015

Seit 2014: Männergruppe am Produktionsstandort Tuscaloosa

Auch David Reeves arbeitet seit 2008 am Produktionsstandort MBUSI in Tuscaloosa (Alabama/USA), und zwar als Prozess-Ingenieur für Montageabläufe in der Funktion eines Montage-Gruppenleiters. Über seine Gemeinde, die „Church of the Highlands“ in Birmingham (Alabama) wurde er ermutigt, Männer in eine tiefere Glaubensbeziehung zu Jesus Christus zu führen, wo immer er von Gott hingestellt würde. Somit lag es für ihn nahe, am Arbeitsplatz anzufangen.

Im Januar 2014 begann David Reeves eine Männer-Kleingruppe zu leiten, ähnlich einem in der Fima existierenden Bibelkreis, zu dem man sich seit 2013 wöchentlich während der Mittagspausen trifft. Dort behandelte die Gruppe verschiedene Themen, die in der Regel auf biblisch orientierten Führungseigenschaften basierten. Ein oder zwei Semester fokussierte sich die Gruppe darauf, ein stärkerer Mann Gottes zu werden. Die Gruppe variierte in der Größe, in der Regel waren es etwa 10 Männer.

Über eine E-Mail-Kampagne, die 2014 von einem ehemaligen Kollegen initiiert wurde, verteilt die Männergruppe darüber hinaus wichtige Gebetsanliegen über die Organisation. Ein Fokus dieser E-Mail-Kampagne besteht darin, dafür zu beten, dass das Management vom Heiligen Geist geleitet wird, um die bestmöglichen und weisesten Entscheidungen zu treffen. Zitat von David: „Wir haben hier Veränderungen zum Besseren gesehen, seit wir zu beten begannen, und wir glauben, dass Gott darin eine Rolle spielte.“

2017: Botschaft von David Reeves über Live-Verbindung

Im Rahmen des Daimler-Christen-Treffens in 2017 war David Reeves über eine Internet-Verbindung live angebunden (siehe Foto). Zu den deutschen Teilnehmern sprach er Folgendes:

„Ich möchte jeden in dieser Daimler-Christen-Versammlung ermutigen, den Glauben an Jesus stark zu halten. Jesus wünscht sich eine persönliche Beziehung mit dir, und deine einfache Antwort ist einfach nur, für ihn zu leben. All meine Freude kommt dadurch, dass ich Jesus kenne – nicht von meinem Job, nicht von meinen Hobbies oder von irgendetwas, was die Welt bietet. Wenn ich auf diese Welt vertraue, weiß ich, dass ich enttäuscht sein werde. Ich weiß, dass Jesus mich nie untergehen lassen wird und dass ich all mein Vertrauen auf ihn setzen kann. Bitte, lebe Deinen Glauben bei Deiner Arbeit aus! Er wird dir einen positiven Geist geben und Freude, die du nie erlebt hast. Erinnere dich an das, was in Kolosser 3:23 steht: ‚Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen.‘ Gebt Gott die Ehre dadurch, wie ihr euch bei der Arbeit verhaltet. Ich ermutige dich auch, für deine Führungskräfte zu beten. Bei uns ist es so, dass jeder täglich für seinen Temleiter (E4), Abteilungsleiter (E3), Centerleiter (E2) und Direktor (E1) betet.“

Auf die Frage nach einem Zeugnis oder einer Erfahrung mit der Männergruppe sei, antwortete David:
„Ich würde sagen, dass ich selbst das beste Zeugnis geben kann: Ich habe so viel von den anderen Männern gelernt. Ein besserer Ehemann und Vater werde ich dadurch, dass ich die Arbeit hinter meine Familie stelle (was immer schwer für mich ist) und ich meinen Glauben an Jesus vertiefe.“

Im Jahr 2017 wurde David Reeves zum Teamleiter für ein neues Team mit der Bezeichnung ‚Montage Einführung‘ ernannt.

12. Daimler-Christen-Treffen - David R. live aus Alabama (USA)

Foto: Reiner Maul, 2017

GEBETSKREISE IN DETROIT (MICHIGAN/USA) UND PORTLAND (OREGON/USA)

Seit 2016: Gebetskreis bei der Detroit Diesel Corporation in Detroit

Ilyas Y. wechselte im Jahr 2016 von Untertürkheim zur ‚Detroit Diesel Corporation (DDC)‘ in Detroit (Michigan/USA), um dort für drei Jahre als Expat zu arbeiten. Bald lernte er an seinem neuen Standort in Detroit gläubige Kollegen kennen. Da er die Gebetskreise von Stuttgart her kannte, folgte er in 2016 dem deutschen Beispiel und gründete auch am Standort Detroit einen Gebetskreis.

Über mehr als zwei Jahre war Dean F. dort ein treuer Gebetskreisteilnehmer. Deshalb übertrug Ilyas die Leitung des Gebetskreises an Dean, bevor er selbst im September 2018 wieder nach Deutschland zurückkehrte. Seitdem lädt Dean F. zu den wöchentlichen Gebetsrunden ein.

Gebetskreis bei Daimler Trucks North America Headquarters in Portland

Auch am Standort „Daimler Trucks North America Headquarters“ in Portland (Oregon/USA) existiert seit Jahren ein Gebetskreis. Volker Fliehmann, ein ehemaliger Mitarbeiter aus dem Truck-Bereich in Untertürkheim, konnte diesen Kreis im Jahr 2014 während eines Auslandsaufenthalts kennenlernen.

GEBETSKREISE IN BANGALORE (INDIEN) UND LEGNICA (POLEN)

Seit Dezember 2017: Gebetskreis in Bangalore

Durch seine Zusammenarbeit mit den indischen Kollegen von MBRDI (Mercedes-Benz Research & Development India) in Bangalore lernte das Eberhard B., Mitglied eines Sindelfinger Gebetskreises, die indische Christin Liz S. kennen. Beeindruckt über ihren tiefen Glauben und die Tatsache, dass bei MBRDI in Bangalore noch mehr Christen beschäftigt sind, berichtete er ihr über die bei Daimler existierenden Gebetskreise und motivierte sie, doch auch in Banaglore einen Gebetskreis zu gründen.

Am 15. Dezember 2017 machte er die freudige Mitteilung, dass Liz S. Anfang Dezember 2017 einen Gebetskreis in Bangalore gegründet hatte, bei dem sie sich zu viert treffen. Da Eberhard B. zu diesem Zeitpunkt gerade vor Ort bei MBRDI war, konnte er das erste Treffen sogar live miterleben. Mangels leerstehendem Besprechungszimmer treffen sich die indischen Kollegen im Vorraum eines Treppenhauses.

Da Liz S. im November 2018 für drei Wochen in Sindelfingen war, konnte sie am 13. Daimler-Christen-Treffen in Weinstadt-Beutelsbach teilnehmen und dort einen aktiven Beitrag leisten.

Seit August 2018: Gebetskreis in Legnica

Anfang 2018 wechselte Christoph Wege, der bis Ende 2017 den Gebetskreis (Hope Group) in Peking leitete (siehe oben), zu „Mercedes-Benz Manufacturing Poland“ nach Legica in Polen. Kaum hatte er an seinem neuen Standort Fuß gefasst, startete er dort im August 2018 bereits einen Bibel- und Gebetskreis, der sich wöchentlich in der Mittagszeit trifft. Wenn die Runde auch noch recht überschaubar ist – der Kreis ist initiiert.

ÜBERSICHT ÜBER GEBETSKREISE BEI DAIMLER

Daimler-Gebetskreise in Deutschland und weltweit, Stand 11/2018

Christen bei Daimler Gebetskreise Deutschland.jpg

Gebetskreise im Großraum Stuttgart
und Deutschland

Christen bei Daimler Gebetskreise Weltweit

Gebetskreise weltweit

Gesamtübersicht über die Gebetskreise bei Daimler, Stand 11/2018